Moment, ich schau mal eben nach…

Während der Shopping-Begleitung mit einem Espresso die Wartezeit versüßt wird, lässt man die einkaufsfreudige Kundin oft stehen. Auf der Suche nach dem Wunschartikel muss die Verkäuferin ins Lager, zum Telefon oder den Filialleiter befragen. Ist der Artikel nicht auffindbar, dann ist das Verkaufsgespräch auch meist am Ende: „Tut mir leid, haben wir nicht mehr da.“

Die Chance, dass der gewünschte Rock in Größe 36 noch in einem anderen Store vorrätig sein könnte, muss die Kundin häufig alleine herausfinden. Natürlich kann sie ihr Glück auch im Web probieren, evt. ist er noch im Online-Shop vorrätig.

Schade. Kundenorientierung endet doch nicht an der Espresso-Bar.

Die fehlende Artikeltransparenz ist ein Riesenproblem in der Modebranche und fast alle Händler leiden mit Umsatzeinbußen darunter:

  • Ist der Artikel nicht auf der Fläche, kann er nicht verkauft werden
  • Hat niemand Kenntnis, dass der Artikel im Back-Store oder im Schaufenster oder in der Umkleide ist, kann er nicht verkauft werden
  • Kann die Verkäuferin der Kundin nicht sofort Auskunft geben wird diese enttäuscht
  • Ist das Store-Personal nicht über die Nachschublieferung artikelgenau informiert, kann der Artikel nicht reserviert werden
  • Ist der Click&Reserve Bestand nicht mit dem Store-Bestand synchronisiert, kann der reservierte Artikel nicht verkauft werden
  • Taucht der Artikel bei der Inventur „überraschend“ in einem nicht geöffneten Karton auf, ist es zu spät
  • Hat man keine Transparenz auf die Bestände in den einzelnen Kanälen, dann kann man auch nicht flexibel umverteilen

Ware dorthin bringen, wo sie verlangt wird

 

Das ist der Traum eines jeden Händlers: die Waren, die er anbietet, genau zu den Kunden bringen, die sie kaufen möchten. Bei 5.000 Artikeln pro 700 Stores mit verschiedenen Größen kann der erfahrenste Händler nicht mehr sein Bauchgefühl entscheiden lassen:

  • Größen sollten nicht in alle Stores pauschal verteilt werden
  • Sicherheitsbestände sollten nicht Lagerraum blockieren
  • Überbestände, die später abgeschrieben werden, sollten erst gar nicht entstehen

Die intelligente Warenverteilung

 

Nachher ist man immer schlauer. Am Ende eines Geschäftsjahres oder einer Kollektion weiß man, welche Ware, in welcher Filiale gut lief und wo nicht so gut. Aber dann ist es zu spät. Ware ist mit hohen Discounts im Factory Outlet gelandet, die Abschreibungsquote bleibt hoch, der Umsatz stagniert …

Eigentlich will man doch sofort wissen, welche Artikel, wo gut laufen, was aktuell nachgeliefert werden muss, in welchen Filialen, welche Altersstruktur der Artikel auf Einzelteilebene herrscht. Schlau wäre es, schon bei der Warenverteilung auf die Stores verlässliche Analysen zu haben, die genau diese Entscheidung bekräftigen.

Steuern Sie Ihr Filialnetz aktiv über Echtzeitdaten:

  • Echtzeit Bestandskontrolle und effizienter Nachschub
  • Schnellere Nachbestellungen
  • Reduzierung von Sicherheitsbeständen
  • Weniger Ware in den Kanälen, kombiniert mit höherer Bestandsgenauigkeit
  • Kleinere Losgrößen, genauere Kontrolle über den Warenfluss
  • Abverkauf der Kollektionsware zu geplanter Marge und nicht über Outlet Sales
  • Schnelle Handlungsempfehlungen zur Filialoptimierung
  • Echtzeit-Dashboards für valide Entscheidungen
  • Schnelle Umlagerung von Aktionsware zwischen den Filialen

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Das Problem der Lagerbestandsverwaltung ist so alt wie der Einzelhandel selbst. Wenn also Bricks-and-Mortar-Geschäfte modernisiert und digitalisiert werden sollen, sollten ihre Lagersysteme dann nicht auch einer Modernisierung unterzogen werden? Die Radiofrequenz-Identifikation (RFID) hat sich aufgrund der Notwendigkeit von Innovationen im Lagerhaltungsmanagement nach und nach im Bereich Fashion Retail etabliert. Das Einzigartige an der Technologie liegt darin, dass jedes einzelne RFID-Etikett eine kleine Funkfrequenz aussendet. Ein RFID-Lesegerät empfängt in Sekundenschnelle hunderte dieser Signale  aus mehreren Metern Entfernung, ohne dass dafür eine direkte Standortverbindung erforderlich ist. Das Etikett teilt dann alle Daten mit, die auf ihm kodiert sind. Normalerweise sind dies Artikelinformationen, Datums- und Zeitangaben sowie Versandinformationen, aber theoretisch liegt die einzige Beschränkung dessen, was auf dem Etikett gespeichert und verwendet werden kann, in der Vorstellungskraft der Konstrukteure und Ingenieure.

Grundsätzlich ermöglicht RFID ein unglaublich schnelles und effizientes Bestandsmanagement, in dem menschliches Versagen kaum mehr stattfindet. Das bedeutet, dass die Bestandsgenauigkeit deutlich ansteigt (mit RFID werden bis zu 99 % erreicht) und die Arbeitszeit drastisch sinkt. Die Technologie ermöglicht auch eine weiterentwickelte Nutzung, z. B. einen schnelleren Point of Sale oder die Ermöglichung von Omnichannel-Diensten – etwas, das sich die Modebranche in den letzten Jahren gut zunutze gemacht hat.    

            Wenn die Technologie also so vorteilhaft ist, warum dominiert sie dann nicht schon alle Einzelhandelsmärkte? Ursprünglich waren RFID-Etiketten nicht nur ziemlich teuer (Im Durchschnitt kosten sie 1 USD pro Etikett.), sondern sie waren auch oft zu groß, um sie an kleinere Produkte anzuheften. Deshalb war RFID für viele Einzelhändler weder in finanzieller noch in logistischer Hinsicht sinnvoll, insbesondere in Märkten, in denen ein einzelnes Produkt nur einen geringen Wert hatte. Ein weiteres Problem bestand darin, dass RFID-Signale von metallischen und flüssigen Produkten gestört wurden, weshalb eine Anheftung von RFID-Etiketten an bestimmte Produkte keine verlässlichen Ergebnisse erzielte.

Diese Hindernisse waren für den Erfolg von RFID in vielen Branchen, einschließlich der Schönheits- und Kosmetikbranche, fatal. Da in der Modebranche jedoch hohe Stückpreise und die Notwendigkeit genauer Daten zu Lagerbestand und Artikelverfügbarkeit vorherrschen, waren RFID-Etiketten dort ein voller Erfolg. Diese Erfolgshindernisse in anderen Märkten verschwinden jedoch zunehmend, und das Geschäftspotenzial von RFID wächst weiter. Die Beauty-Branche könnte nun versuchen, die Etiketten zu nutzen und ähnliche oder vielleicht sogar bessere Ergebnisse als in der Bekleidungsbranche zu erzielen.  

Was hat sich geändert?

Die Beauty-Branche ist seit einiger Zeit bestrebt, RFID-Lösungen zu implementieren. Zu den früheren Bemühungen zur Bekämpfung dieser Einschränkungen gehörte die Verwendung von „intelligenten Verpackungen“, mit deren Hilfe die Anheftung von RFID-Etiketten an Kosmetikprodukte möglich wurde, wenn ihre Verpackungen nicht nur groß genug waren, um für die Etiketten überhaupt tragfähig zu sein, sondern auch im Stande waren, die Störungen zu verhindern, die metallische oder flüssige Produkte verursachten. Dadurch wurde der Einsatz von RFID in der Kosmetikbranche möglich, wenn die Anbieter von Kosmetik-Produkten bereit waren, diese zusätzlichen Schritte zu unternehmen. Da die Lösung jedoch in die Produktverpackung integriert war, war sie nicht für jedes Produkt geeignet und lag letztendlich nicht in den Händen der Einzelhändler, sodass ein Überblick über den ganzen Ladenbestand nur selten möglich war.

            Wenn wir auf einen Heureka-Moment für RFID warten würden, ist das Warten möglicherweise vorbei. Erst in diesem Monat kündigte das RFID-Schwergewicht Avery Denison, ein Hersteller von RFID-Etiketten, die Einführung seiner ersten Etiketten an, die auf metallischen Produkten funktionieren. Dies ist ein enormer Durchbruch für die Beauty-Branche und könnte die Wunderwaffe für die größte Eintrittsbarriere von RFID sein. Da die Lösung erst seit kurzem verfügbar ist, wurde sie noch nicht in großem Umfang angewandt. Da die neuen Etiketten jedoch sowohl mit flüssigen als auch mit metallischen Produkten funktionieren, sind Beauty-Produkte plötzlich RFID-tauglich geworden.     

            Dieser Durchbruch wäre jedoch bedeutungslos, wenn die Etiketten noch zu groß wären, um an kleineren Produkten angebracht zu werden, oder wenn sie zu teuer wären, um dies wirtschaftlich wirklich zu rechtfertigen. Zum Glück gibt es in beiderlei Hinsicht gute Neuigkeiten. Wie bei jeder neuen Technologie sinkt der Preis für RFID-Etiketten seit ihrer Erfindung schrittweise. Während für ein einzelnes Etikett früher ein Preis von etwa 1 USD erhoben werden konnte, liegt der Preis heute eher bei 3c. Die Größe der Etiketten ist in ähnlicher Weise geschrumpft, weshalb Etiketten physisch nun auf jedes Produkt oder dessen äußere Verpackung auf praktikable Weise angebracht werden können. Dies ist eine großartige Nachricht für die Kosmetikbranche, da viele Kosmetikprodukte recht klein sind und externe Abzieh-Etiketten, wie sie in der Bekleidungsbranche Verwendung finden, hier nicht geeignet sind. Deshalb ist der Anwendungsbereich, den Einzelhändler bei der Anbringung von Etiketten an einzelne Produkte haben, nun weitaus größer als in der Vergangenheit.

Neue Möglichkeiten für Kosmetik-Einzelhändler

Wir haben also Anzeichen dafür gefunden, dass die Technologie endlich einen Punkt erreicht hat, an dem sie in der Kosmetikbranche eingesetzt werden kann. Aber warum sollten wir uns dafür interessieren? Wie können Einzelhändler von Kosmetikprodukten von der Technologie profitieren? Und, was vielleicht noch wichtiger ist: Was kann sie beim Kunden bewirken?

 

Effiziente und genaue Bestandszählung

Wir beginnen mit dem grundlegendsten Prinzip: RFID revolutioniert die Bestandszählung. Dies mag zwar als ein weniger bedeutsames Detail erscheinen, doch die Genauigkeit und Geschwindigkeit, mit der die Bestände erfasst werden, bildet das Rückgrat der unternehmerischen Argumentation für RFID. Da die Produkte bereits mit RFID-Etiketten versehen sind, wenn sie in den Filialen und Distributionszentren ankommen, wird die Bestandsverwaltung so völlig mühelos. Die Erfassung der Bestände ist dann nur noch eine Frage von Sekunden anstatt Minuten (mithilfe von Barcodes) oder sogar Stunden (mit Bleistift und Klemmbrett). Diese Effizienzsteigerung hat zwei große Auswirkungen auf Einzelhändler in der Kosmetikbranche. Die erste besteht in der Verringerung der Arbeitsintensität bei der Bestandsverwaltung. Die Auszählung von RFID-Beständen nimmt nicht nur die Zeit der Einzelhandelsmitarbeiter in Anspruch, sondern ein vollständiger und transparenter Überblick über die Bestandssituation gestaltet auch das Wiederauffüllen im Ladengeschäft mit Produkten aus dem Lager deutlich einfacher. Intelligente Inventarsysteme können Warnmeldungen anzeigen lassen, wenn Artikel nachgefüllt werden müssen, sodass die Mitarbeiter weniger Zeit für die Überwachung der Bestände in den Ladenregalen aufwenden müssen.

 

Umsatzsteigerung

Die andere hauptsächliche Auswirkung einer Bestandszählung mithilfe von RFID besteht in der Erhöhung der Bestandsgenauigkeit für Einzelhändler. Die branchenübliche Bestandsgenauigkeit ohne RFID liegt bei etwa 70 % (obwohl die Einzelhändler oft nicht merken, dass sie so niedrig ist) im Vergleich zu 99 % bei Verwendung von RFID. Diese Bestandsgenauigkeit in Verbindung mit der vereinfachten Wiederauffüllung der Ladenregale steigert die Artikelverfügbarkeit und damit den Abverkauf, da verhindert wird, dass Artikel ausverkauft sind.  Während traditionelle Einzelhandelsgeschäfte in der Kosmetikbranche häufig zwischen einer Vernachlässigung der Bestandsgenauigkeit oder den monetären Verlusten durch höhere Lohnkosten oder entgangene Abverkäufe wählen mussten, steht Einzelhändlern, die RFID nutzen, das Beste beider Welten offen. Diese Genauigkeit und Effizienz erstreckt sich über die gesamte Supply Chain, erhöht die Versandgenauigkeit, unterstützt die Logistik in Lagern und Distributionszentren und bietet vor allem einen umfassenden Überblick über den Bestand. Die gesteigerte Prozesseffizienz ist vielleicht die bedeutsamste Art, auf die RFID im Einzelhandel einen Mehrwert schafft. Die Folge davon ist, dass Einzelhandelsmitarbeitern mehr Zeit für den Kundenservice bleibt, was deren Einkaufserlebnis verbessert und den Umsatz erhöht. Einzelhändler von Kosmetikprodukten könnten diese Ergebnisse noch weiter steigern, indem sie mit RFID schnellere Point-of-Sale-Lösungen implementieren.

Da genaue Bestandszahlen sowohl im Ladengeschäft als auch in Vertriebszentren mühelos verfügbar werden können und die Etiketten so billig sind, können Einzelhändler in der Kosmetikbranche realistischerweise davon ausgehen, eine vollständige Bestandsübersicht über die gesamte Supply Chain hinweg zu erreichen. Aber was wird damit erreicht?  Die Transparenz auf Artikelebene eröffnet das wahre Potenzial von RFID, da so innovative Lösungen und Use Cases implementiert werden können, wodurch sich die Dauer bis zur Amortisation drastisch verkürzt.

Verringerung des Warenverlustes

Eine der größten Herausforderungen für viele Einzelhändler in der Kosmetikbranche ist beispielsweise der Inventarschwund. Der durchschnittliche Prozentsatz von Inventarschwund im Einzelhandel beträgt im Allgemeinen etwa 2 % des Umsatzes, was einem weltweiten Verlust von 49 Milliarden US-Dollar entspricht. Ein umfassender Überblick über die Artikel gäbe den Einzelhändlern in der Kosmetikbranche die Mittel an die Hand, um diesem bedenklichen Problem zu begegnen. Mit der vollständigen Transparenz der Supply Chains werden einzelne Artikel vollständig rückverfolgbar, sodass Einzelhändler genau feststellen können, an welchem Punkt der Inventarschwund auftritt, und die Ursache dementsprechend bekämpfen.

Die begrenzte Lagerfähigkeit ist eine weitere Ursache für den Inventarschwund in der Branche; eine, dem RFID wirkungsvoll begegnen kann, da das Haltbarkeitsdatum auf dem Etikett selbst gespeichert werden kann. Nach dem Scannen können Einzelhändler auf diese Informationen als Erweiterung des 100-prozentigen Überblicks über den Warenbestand zugreifen. Mit diesem vollständigen Überblick über den Lagerbestand würde den Mitarbeitern nicht nur mitgeteilt, wenn Artikel aus dem Lagerraum nachgefüllt werden müssen, sondern auch, bei welchen Artikeln das Verfallsdatum näher rückt, bzw. welche Artikel es bereits überschritten haben. Die Automatisierung der Überwachung dieses Prozesses zusammen mit der Wiederauffüllung würde die Effizienz weiter steigern und die Einzelhändler rückversichern, dass der Preis der entsprechenden Produkte rechtzeitig herabgesetzt wurde und sie somit verkauft werden, bevor sie das Haltbarkeitsdatum überschritten haben, was dem Inventarschwund entgegengewirkt und den Umsatz aktiv steigert.

 

Erschließung des effektiven Omnichannel-Handels

Eine vollständige Übersicht über die Artikel hätte auch zur Folge, dass Einzelhändler in der Kosmetikbranche endlich vom Aufkommen von Omnichannel profitieren könnten. Die Strategie wird im Einzelhandel zu einer so stark dominierenden Kraft, dass sie immer weniger eine bloße Option ist und vielmehr zu einer Notwendigkeit wird. Die Kosmetikbranche reizt Omnichannel noch nicht voll aus, da viele Einzelhändler zwar über mehrere Kanäle hinweg auftreten, diese jedoch nicht so vollständig integriert oder vernetzt sind, wie sie es sein könnten.  Laut einem Bericht von Newport ermöglichen derzeit nur 36 % der Marken eine Übersicht über die im Laden erhältliche Artikelpalette, die die Kunden entweder online oder als mobile App einsehen könnten, obwohl 80 % der Kunden online recherchieren, bevor sie überhaupt nur einen Fuß in ein Ladengeschäft setzen. Diese Erfahrung der nahtlosen Integration des Einkaufserlebnisses über alle Kanäle hinweg wird von den Verbrauchern immer mehr erwartet, da die Nachbarbranchen wie die Bekleidungsbranche dies bereits anbieten. Vielleicht liegt der Hauptgrund dafür, dass die Kosmetikbranche länger braucht, um sich Omnichannel effektiv zunutze zu machen, in der Notwendigkeit einer vollständigen Artikelübersicht, damit dies überhaupt möglich wird. Die Verflechtung mehrerer Shopping-Kanäle miteinander erfordert einen vollständigen Überblick über die Lagerbestände, was Brick-and-Mortar-Geschäfte zu digitalen Knotenpunkten macht. Nun, da der Kosmetikbranche endlich die vollständige RFID-Implementierung in Aussicht steht, kann sie sich darauf freuen, von den damit verbundenen Omnichannel-Möglichkeiten zu profitieren.

Die Omnichannel-Erfahrung ist ein gutes Beispiel, aber sicher nicht das einzige, dafür, wie die Beauty-Branche RFID nutzen kann, um das Engagement der Konsumenten aktiv zu steigern. Bestehende Technologien wie Chatbots, die in anderen Märkten  zum Einsatz kommen, könnten in Kosmetikgeschäften leicht Wirkung zeigen, indem sie den Kunden Produkte empfehlen und sie über ihre Verfügbarkeit informieren. Sobald sich RFID etabliert hat, werden zweifellos auch branchen- und anforderungsspezifische Lösungen für die Kundenbindung auf den Markt kommen.  Die Technologie und ihre Anwendungen sind letztendlich sehr flexibel, sodass sie entsprechend angepasst werden können, um marktspezifische Lösungen bereitzustellen. Um diesen Punkt zu erreichen, muss sich die Kosmetikbranche aber zuerst auf die Technologie einlassen. Erst dann können wir wirklich ihr volles Potenzial sehen.

 

(Ursprünglich veröffentlicht am WhichPLM.com)

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Über künstliche Intelligenz wird im Moment zwar viel geredet, aber nicht so viele praktische Anwendungsfälle, insbesondere nicht im stationären Einzelhandel. Wir sollten es wissen. Wir waren einer der ersten Anwender von maschinellem Lernen bei der Entwicklung unserer Einzelhandelssoftware und haben ein beliebtes Chatbot-Tool eingeführt, das Verbrauchern hilft, schnelle Antworten auf einfache Bestandsanfragen zu erhalten, ohne einen Verkäufer aufsuchen oder den Kundendienst anrufen zu müssen.

Abgesehen davon, dass mehr über KI gesprochen wird als das sie umgesetzt wird, haben wir den Eindruck, dass die meisten Einzelhändler immer noch versuchen, die Grundlagen zu verstehen, was maschinelles Lernen für ihr Unternehmen tun kann und wie die KI beim Konsumentenengagement helfen wird. Hier ist unser Versuch, die Geheimnisse hinter dem Thema künstliche Intelligenz im Einzelhandel zu lüften und zu sehen, ob es sich um eine vorübergehende Modeerscheinung handelt, oder um etwas, worauf Einzelhändler mehr achten sollten.

Kennen Sie Ihr Produkt

Es gibt einen Bereich, in dem die künstliche Intelligenz bereits einen großen Einfluss ausgeübt hat, und zwar die Auseinandersetzung mit riesigen Datenmengen und die Erarbeitung von fundierten Produktempfehlungen. Diese Technik wird von Unternehmen wie Amazon bereits verwendet – sie macht Vorschläge, welche anderen Produkte Ihnen gefallen könnten -, hat aber noch einen langen Weg vor sich. Es gibt einfach keinen Ansatz, um die Welt des Online- und des stationären Einzelhandels zu verbinden. Die Verfügbarkeit von Produkten bei Einzelhändlern wird häufig vernachlässigt; nicht viele Einzelhändler berücksichtigen, welche Produkte am besten (oder am profitabelsten) zu verlagern sind.

An dieser Stelle kommt die KI ins Spiel.

Künstliche Intelligenz, indem sie viele Daten zusammenführt und Entscheidungen auf der Grundlage einer Vielzahl von Faktoren trifft – Produktverfügbarkeit, Kaufhistorie, aktuelle Trends, Rentabilität usw. – ist immer besser dazu in der Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen. All dies mag offensichtlich klingen, aber es ist etwas, was nur sehr wenige Einzelhändler tatsächlich in ihren Geschäften umsetzen. Die meisten Einzelhändler haben immer noch eher unzusammenhängende Prozesse über verschiedene Kanäle hinweg und verschiedene Abteilungen leiden unter einem Mangel an Dateneingabe. Einige Prozesse sind teilautomatisiert, aber viele – wie z.B. Warenplanung und Produktsortimente – bleiben weitgehend manuell. Zum Beispiel basieren die Käufer immer noch die meisten ihrer Entscheidungen auf veralteten Verkaufszahlen und Bauchgefühl, anstatt viel effizientere maschinelle Lernwerkzeuge einzusetzen.

Künstliche Intelligenz ist ideal für die Prognose und die Bestandszuordnung geeignet. Diese Prozesse sind in der Vergangenheit meist recht manuell und umständlich gemacht worden und werden in der Regel nicht so effizient gesteuert – vor allem, weil es einfach zu viel Arbeit ist, den idealen Mix zu finden. Es ist etwas, das typischerweise von relativ kleinen Abteilungen durchgeführt wird, obwohl die Produktauswahl und die Lagerverfügbarkeit eindeutig so grundlegend für das Ergebnis eines Einzelhändlers sind. Dennoch können Selbstlernmechanismen eingerichtet werden, um die Verfügbarkeit zu maximieren und zu fördern, was am ehesten verkauft werden kann.

In den meisten Geschäften sind die Mitarbeiter der Filialen heute anfällig für Stapelregale, die auf den verfügbaren Größen und den passenden Größen basieren, anstatt eine Technologie zu haben, die weiß, was für den Gewinn des jeweiligen Geschäfts am besten ist. Durch die Verwendung von KI haben wir festgestellt, dass verschiedene Geschäfte, sogar in derselben Stadt, möglicherweise völlig unterschiedliche Größen von Kleidungsstücken benötigen, um ihre Verkäufe zu maximieren.

In Verbindung mit RFID-Tags an jedem Artikel, um die Lagerbestände mit einer Genauigkeit von fast 100 Prozent zu überwachen, kann die künstliche Intelligenz genutzt werden, um die Lieferleistung und die Verteilung des Bestands auf die Filialen, das Lager und sogar auf den Verbraucher zu verbessern. Zum Beispiel fanden wir einen Einzelhändler, der von Hunderten von Kartons mit Produkten durchdrungen war, die verschickt, aber nie erhalten wurden, und verschiedene Abteilungen, die lange Zeit versuchten eine Lösung für etwas zu finden für das eine Maschine Sekunden bräuchte. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Einzelhändler nicht genau wissen, wo sich der Bestand zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet, aber die Freude an künstlicher Intelligenz sorgt dafür, dass menschliche Fehler minimiert werden und Versprechungen – wie z.B. eine Marketingkampagne mit der neuesten Produktversion zu einem Sonderpreis in ausgewählten Filialen – immer eingehalten werden.

Menschliche Maschinen

Während es im Moment noch viel Hype um Chatbots gibt – Roboter, die beim Kundenservice helfen – und übermäßigen Druck einige der neuesten (und wohl auch fortgeschritteneren) Techniken aus der Online-Einzelhandelswelt anzuwenden, ist dies erst der Anfang dessen, was in Bezug auf künstliche Intelligenz im Einzelhandel getan werden kann.

Chatbots, die auf den Smartphones der Menschen verfügbar sind, um Ratschläge einzuholen, wenn sie ein Geschäft betreten, können einen sofortigen Link zum Kundenservice und den Zugang zu einem viel breiteren Katalog von Produkten und Dienstleistungen bieten. Der Reiz von Chatbots liegt nicht nur darin, dass vor allem junge Menschen sich damit auskenne, sondern auch darin, dass Menschen, die einen Verkäufer suchen sich nicht mit einem „weiß nicht“ oder „ist mir egal“ abgeben müssen. Einfache, produktbezogene Aufgaben und Bestandskontrollen sind ideal für Maschinen geeignet. Wir haben sogar festgestellt, dass die Konversionsraten in Geschäften, in denen wir Chatbots mit KI-basierten Produktempfehlungstools eingeführt haben, um bis zu fünf Prozent höher sind.

Chatbots werden natürlich niemals Menschen ersetzen, die in Geschäften arbeiten. Aber sie können sie sicherlich ergänzen: oft als zuverlässiger erweisen; nie anfällig für Krankheiten oder Pausen; nicht versuchen, Sie in ein Gespräch zu ziehen und zu verkaufen; und immer verfügbar, 24/7.

Mehr Transparenz und Rentabilität der Bestände sowie ein besseres Kundenengagement werden dazu beitragen, dass die Einzelhändler florieren und mit der zunehmenden Bedrohung durch Online-Händler konkurrieren können, die die Trends für die Zukunft des Einkaufens setzen. Künstliche Intelligenz ist nicht nur eine weitere Modeerscheinung. Es mag wie eine Fiktion erscheinen, aber es ist eindeutig hier, um zu bleiben und die Erwartungen die ganze Zeit zu übertreffen.

Detego Chatbot

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Die RFID-Technologie ist bereit, die Kosmetikindustrie zu digitalisieren

RFID (Radio Frequency Identification) hat sich bereits im Mode-Einzelhandel bewährt, wo viele Einzelhändler die Vorteile der erhöhten Produktverfügbarkeit (>98%), Bestandsgenauigkeit (>99%) und Omnichannel-Fähigkeiten der Technologie nutzen.

Die Kosmetikindustrie würde von diesem Wissen und der Transparenz ihrer Lagerbestände ebenso profitieren, allerdings ist die Nutzung der Technologie traditionell viel schwieriger als auf dem Bekleidungsmarkt. Denn Kosmetikprodukte sind in der Regel zu klein, um entsprechend gekennzeichnet zu werden und sie enthalten häufig Flüssigkeiten oder metallische Materialien in ihrer Verpackung, die die RFID-Technologie negativ beeinflussen.

Mit den jüngsten Entwicklungen in der Technologie beginnt sich dies jedoch zu ändern. Die immer kleiner werdenden RFID-Tags ermöglichen heute die Kennzeichnung praktisch aller Produkte und sind bei weiter sinkenden Preisen wirtschaftlich tragbar. Am wichtigsten ist jedoch die Erfindung neuer „Auf-Metall“ RFID-Etiketten, mit denen sowohl metallische als auch flüssige Produkte problemlos gekennzeichnet werden können, wodurch das größte Hindernis für RFID in der Kosmetikindustrie beseitigt wird.

 

Neuheiten können Kosmetikmarken zugute kommen und das Kundenerlebnis optimieren

Neue Verpackungsmaterialien und kleinere, empfindlichere RFID-Tags helfen Kosmetikmarken schließlich, eine immer höhere Bestandsgenauigkeit – sowohl im Geschäft als auch im Webshop – zu gewährleisten, um dem steigenden Bedarf an schnellem globalen Versand und Nachschub gerecht zu werden.

Das Thema Haltbarkeit ist eine Herausforderung für die Kosmetikindustrie, die vom Bekleidungsmarkt nicht geteilt wird. RFID scheint jedoch ideal für die Aufgabe der Verwaltung von Verfallsdaten geeignet zu sein, da die Tags die Informationen auf Artikelebene speichern können, was bedeutet, dass die Mitarbeiter der Filiale Echtzeittransparenz über die Haltbarkeit jedes Artikels in der Filiale erhalten würden, sowie Warnmeldungen, wenn Artikel kurz vor oder nach ihrem Verfallsdatum liegen. Dies ermöglicht es auch, Produkte zu markieren, um sicherzustellen, dass sie vor Ablauf verkauft werden.

Vorteile für den Handel:

  • Bestandsübersicht entlang der gesamten Lieferkette
  • Keine Out-of-Stock-Situationen durch erhöhte Produktverfügbarkeit
  • Hervorragende Qualität des Kundenservice
  • Reduzierter Bestandsschwund in den Filialen
  • Betriebliche Effizienz für In-Store-Prozesse
  • Erhöhte Markentreue
  • Analytik in Echtzeit und Speicherung von KPIs
  • Einfache Verwaltung der Haltbarkeit von Produkten

 

Vorteile für Kunden:

  • Hohe Produktverfügbarkeit über alle Verkaufskanäle hinweg
  • Einzigartiges Einkaufserlebnis
  • Produktempfehlungen mit zusätzlichen Informationen
  • Unterstützung bei der Entscheidungsfindung

Passend zum Stil

Die Kosmetikindustrie ist sich bewusst, dass die Integration fortschrittlicher Technologien in das Unternehmens- und Einzelhandelsumfeld ihre Präsenz in Zukunft verbessern kann. Dazu gehört nicht nur der Einsatz irgendeiner Technologie, sondern eine, die zur Unternehmensphilosophie passt und deren Erscheinungsbild und Ladengestaltung sowie das Produktdesign ergänzt. Technologie soll die Zukunft des Unternehmens sichern, Mitarbeiter binden und Kunden begeistern. Und während RFID natürlich eine Vielzahl von Vorteilen bietet, die bereits in der Modebranche etabliert sind, da immer mehr Kosmetikunternehmen beginnen die Technologie zu nutzen, werden mehr branchenspezifische Anwendungsfälle entdeckt und ihr Potenzial voll ausgeschöpft.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Ereignisvorschau: RetailEXPO 2019 – 1. und 2. Mai Olympia, London

Die RetailEXPO ist eine der führenden europäischen Veranstaltungen für Retail-Technologie und -Design und findet vom 1. bis 2. Mai 2019 in der Olympia in London statt. Erfahren Sie mehr über unsere neuesten Innovationen für Bestandsübersicht und Omnichannel-Einzelhandel mit Live-Demonstrationen. Darüber hinaus wird unser Vorstandsvorsitzender Kim Berknov einen neuen innovativen Ansatz für die RFID-Implementierung und digitale […]

Smart Shield – Beseitigung der Hindernisse für die RFID-Implementierung

Die Herausforderung In den letzten Jahren wurde die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) in vielen verschiedenen Geschäftsbereichen eingesetzt, um Bestandsherausforderungen zu bewältigen, beispielsweise das Problem der Bestandsüberwachung. Retailer können das Wissen über Artikelstandorte nutzen, um zu erkennen, in welchem Bereich des Stores sie Artikel finden können, z. B. im Lager oder im Verkaufsraum. Mit diesem Wissen [...]

Detego führt die ‚Smart Shield‘-Funktion ein

Detego bringt die RFID-basierte Lagerverwaltung mit fortschrittlichen Lokalisierungsfunktionen auf die nächste Stufe. Einführung von ‚Smart Shield‘ – Detego trotzt den Gesetzen der Physik und erzielt einen Durchbruch bei der Lokalisierung von RFID-Tags London, UK, 03.04.2019 — Detego, der führende Anbieter von Business Intelligence für Modehändler, hat die neueste Innovation für seine RFID-basierte Lagerverwaltungssoftware mit einer […]

Die Herausforderung

In den letzten Jahren wurde die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) in vielen verschiedenen Geschäftsbereichen eingesetzt, um Bestandsherausforderungen zu bewältigen, beispielsweise das Problem der Bestandsüberwachung. Retailer können das Wissen über Artikelstandorte nutzen, um zu erkennen, in welchem Bereich des Stores sie Artikel finden können, z. B. im Lager oder im Verkaufsraum. Mit diesem Wissen können sich Retailer durch einen effizienten Warennachschubprozess auf eine optimale Produkt-Availability für ihre Kunden verlassen. Mit Detegos InStore-Software bietet die RFID-Technologie den Vorteil einer Bestandsgenauigkeit und einer Verkaufsraum-Availability von bis zu 99 %. Aufgrund der großen Entfernung des Lesesignals, das ein RFID-Tag ausgibt, gab es jedoch immer Einschränkungen hinsichtlich der Fähigkeit, den genauen Standort eines Artikels zu ermitteln. Gegenwärtig ist bekannt, dass die gängigsten „Best-Practice“-Methoden, mit denen so hohe Werte erzielt werden können, eine physikalische Methode zur Abschirmung zwischen einzelnen Lagerorten umfassen, unabhängig davon, ob Folien oder Metallfarben verwendet werden. Diese übliche und kostspielige Methode der Abschirmung hat Retailer und unsere Datenwissenschaftler jedoch dazu veranlasst, sich zu fragen, was noch getan werden kann, um die Hürden auf den ersten Schritten der RFID-Reise zu verringern.

Überwindung der Gesetze der Physik

Die Datenwissenschaftler von Detego haben dieses häufige Problem diskutiert und gelöst, indem sie maschinelles Lernen und Tag-Lokalisierung verwenden, um die Funktion „Smart Shield“ zur Bestimmung des relativen Standortes einzelner Artikel zu etablieren. Bei der Entwicklung von RFID wurde das Konzept der Identifizierung einzelner Tag-Positionen nie als Möglichkeit angesehen. Die von unserem Team erzielten Innovationen und Fortschritte haben sich jedoch bereits den Gesetzen der Physik widersetzt. Unsere „Smart Shield“-Ergebnisse zeigen, dass die Leistung den Anforderungen an die physische Abschirmung in nichts nachsteht. Durch die Beseitigung dieses Hindernisses wurde eine viel schnellere und kostengünstigere Implementierung in Brick-and-Mortar-Stores ermöglicht.

Wie es funktioniert

Jedes einzelne RFID-Tag erzeugt einen bestimmten Zeit- und Signalstempel, wenn es von einem RFID-Lesegerät gelesen wird – bis mehrmals pro Sekunde. Mit den Daten, die dieser Prozess sammelt, wenden wir intelligente Algorithmen auf unsere Software an, sodass sie bei jeder Bestandsaufnahme ohne physische Abschirmung kontinuierlich lernen und die Genauigkeit verbessern kann. Früher war die „starre Lesegerät-Infrastruktur“ die einzige Methode, um einzelne Artikelstandorte ohne physische Abschirmung zu identifizieren. Um der Starrheit dieser Methode entgegenzuwirken, haben wir diesen Ansatz für Handlesegeräte modifiziert, um eine äußerst kostengünstige und skalierbare Lösung zu schaffen.

Was es bedeutet

Keine physische Abschirmung mehr – Erstens können wir einen der größten Nachteile von RFID beheben, indem wir die Notwendigkeit einer physischen Abschirmung zwischen den einzelnen Lagerorten eines Retailers beseitigen. Dabei ist „Smart Shield“ allerdings nicht das Allheilmittel, das die Notwendigkeit einer physischen Abschirmung zu 100 % beseitigt. Es wird anspruchsvolle Stores geben, bei denen Smart Shield an Grenzen stößt. Es gibt jedoch auch Stores, in denen es schwierig ist, eine physische Abschirmung anzubringen – hier kann das „Smart Shield“ Abhilfe schaffen.

Kontinuierliche Verbesserung durch künstliche Intelligenz – Die Anwendung unserer Algorithmen für maschinelles Lernen auf die Daten führt zu automatischem Lernen und zu Verbesserungen bei laufenden Bestandsaufnahmen, zu weiterer Verbesserung der Genauigkeit und der Effizienz der Store-Prozesse.

Mehr als nur „Abschirmung“ – Diese neue Fähigkeit zur Lokalisierung von RFID-Tags bietet enorme Vorteile, die weit über das Entfernen der physischen Abschirmung in Retail-Stores hinausgehen. Durch die vorhandene Infrastruktur für maschinelles Lernen, mit der wir die Positionen einzelner RFID-Tags identifizieren können, können wir die Abläufe auf folgende Weise verbessern:

  • Warennachschubberatung und Auswahllisten für E-Com-Prozesse können durch standortbasierte Sortierung optimiert werden, um den Prozess für den Store-Mitarbeiter im Lager effizienter zu gestalten.
  • Die Mitarbeiter werden nun zusätzlich beim Auffinden von Artikeln unterstützt, um den Customer Service weiter zu verbessern.

Die Verwendung der Informationen über die relativen Standorte von Artikeln kann die Effizienz von Mitarbeitern und Geschäftsprozessen in verschiedenen Funktionen in Bezug auf Logistik, Lagerhaltung und Retail drastisch steigern. Dadurch wird nicht nur deren Budget geschont, sondern auch die Markteinführungszeit verkürzt, und deren Franchise-/Großhändler-Partner erhalten einen effizienteren Prozess, der die Implementierung der neuen Technologie erleichtert.

Was steht als Nächstes an?

Die Use-Cases der RFID-Technologie sind noch weiter fortgeschritten als ursprünglich angenommen. Vom ersten Use-Case bis zu unserer Smart Shield-Funktion mit künstlicher Intelligenz. Letztere ist jetzt als Teil unserer Plattform verfügbar, und Retailer können das neue System problemlos nutzen. Dies führt sowohl im Lager als auch im Verkaufsraum zu einer Steigerung der Prozesseffizienz. Die vielleicht größte Entwicklung, die das „Smart Shield“ ermöglicht, ist die einfachere Implementierung von RFID-Systemen durch Retailer in Stores. Da sich diese noch relativ junge Technologie weiter verbessert, sind Entwicklungen wie das „Smart Shield“ weitere Schritte, um RFID in den Status Quo der Fashion-Retail-Landschaft zu integrieren, da derartige Fortschritte neue Use-Cases für die Technologie entdecken und gleichzeitig die Kosten und den Zeitaufwand für die Implementierung reduzieren.

„Die Verwendung der Informationen über die relativen Standorte von Artikeln kann die Effizienz von Mitarbeitern und Geschäftsprozessen in verschiedenen Funktionen in Bezug auf Logistik, Lagerhaltung und Retail drastisch steigern. Zusammen mit Funktionen, die die Kosten für ein Rollout erheblich senken, werden Retailer eine noch schnellere Markteinführungszeit erleben und die Möglichkeit haben, Franchise-/Großhändler-Partnern die RFID-Funktionen in vollem Umfang zu niedrigen Kosten anzubieten.“

Dr. Michael Goller – CTO Detego

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Planogramme: Planung und Umsetzung


Hinter Planogrammen stand immer schon die Absicht, die Warenverfügbarkeit zu optimieren und damit den Verkauf gezielt anzuregen. Unter dem Begriff Planogram verbergen sich genau genommen zwei Dinge: Einerseits das tatsächliche „Merchandising“, also wie welche Artikel auf der Fläche präsentiert werden und andererseits eine Maßgabe, welche Artikel, Farben und Größen in welcher Stückzahl auf der Verkaufsfläche liegen sollen, um der Nachfrage bestmöglich nachkommen zu können.

Das Merchandising und das eigentliche Planogram greifen im Idealfall perfekt ineinander: Ein Kunde fühlt sich durch die Präsentation angesprochen – und die Artikel sind auch ausreichend in der passenden Größe verfügbar. In der Realität zeigt sich aber meist ein anderes Bild.

Planogramm – Merchandising

Planogramm – Mengen und Prioritäten

Ansprechend präsentiert und in den richtigen Größen verfügbar

Konkret ergeben sich für Retailer zwei Fragestellungen: 1. Wie kann ich für meine Stores ein „optimales“ Planogramm mit exakt passenden Größenkurven definieren und 2. wie kann der Nachfüllprozess in den Stores gestaltet werden, damit der Plan operativ auch möglichst effizient umgesetzt werden kann?

Detego InStore hilft bei beiden Fragestellungen gezielt durch Künstliche Intelligenz und RFID-unterstützte Prozesse in der Filiale. Da die manuelle Pflege des Planogramms pro Store enorm aufwändig werden kann, setzen wir auf Machine Learning Verfahren um eine exakt für den Store optimierte Größenkurve über alle Artikel zu definieren. Das spart einerseits enorm viel Zeit in der Planung und geht andererseits auch auf die laufende Dynamik in den einzelnen Stores ein. Das selbstlernende System passt sich an die – sich möglicherweise verändernden – Bedingungen an und optimiert den Plan laufend.

Beim operativen Prozess im Store greift Detego InStore den Mitarbeitern ebenfalls gleich mehrfach kräftig unter die Arme: Die Software bietet zwei Kenngrößen, die jederzeit Auskunft über die Warenverfügbarkeit geben, und damit zu enorm wichtigen KPIs werden:

  1. Die On-Floor Availability: Der Prozentsatz aller in der Filiale verfügbaren Artikel, die aktuell auf der Fläche ausgestellt werden.
  2. Die Planogram Compliance: Gibt darüber Auskunft, wie gut das Planogramm mit seinen individuellen Größenkurven auf der Verkaufsfläche repräsentiert ist.

Sinkt eine der beiden Kenngrößen unter bestimmte Schwellwerte besteht Handlungsbedarf: Detego InStore bietet als Ergänzung zu klassischen ERP-Systemen eine Granularität in den Filialen, die sofort sichtbar macht was nicht auf der Verkaufsfläche, wohl aber im Lagerraum liegt und damit nachgefüllt werden kann, um den zuvor erstellten Plan zu erfüllen. Store-Betreiber profitieren damit von einem komplett geführten Prozess für Planung und Umsetzung. Eine zusätzliche Erleichterung: Artikel im Nachfüllvorschlag lassen sich in der App auch so sortieren, dass die Suche im Lagerraum möglichst effizient gestaltet wird, indem Laufwege minimiert werden.

Der Regalplatz wird damit für Topseller effizient genutzt und nicht an Größen, die selten bis gar nie nachgefragt werden verschwendet. Detego InStore macht mit seinen selbstlernenden Komponenten damit einen pro Filiale realistischen und relevanten Mengenvorschlag für alle Artikelgrößen und erleichtert die Umsetzung im täglichen Prozess – relevante Kenngrößen zur Messung der Performance inklusive. Und sollte eine bestimmte Größe einmal in einer Filiale tatsächlich nicht verfügbar sein, bietet Detego InStore eine exakte Bestandssicht auf umliegende Filialen – Möglichkeit zur Reservierung inklusive.

Vorteile für den Händler:

  • Individuell optimiertes Planogramm im Store
  • Effiziente Regalflächennutzung gemäß Größen-Bestseller in der jeweiligen Filiale
  • Geführte Prozesse: Von der Planung bis zum eigentlichen Nachfüllen
  • KPIs liefern Aussagen zur Operational Excellence im Store – in Echtzeit

Vorteile für den Endkunden:

  • Hohe Warenverfügbarkeit in lokal gängigen Größen
  • Positive Customer-Journey durch verfügbare Artikel
  • Insgesamt erhöhte Warenverfügbarkeit durch exakte Bestandsdaten über alle Filialen – inkl. Reservierungsmöglichkeit

„Indem wir das Größenprofil einzelner Artikel individuell pro Filiale optimieren und den Nachfüllprozess enorm vereinfachen, bieten wir Händlern Werkzeuge, die ihm die Planung und Umsetzung der optimalen Warenpräsentation erleichtern und damit gezielt dabei helfen, seine Umsätze zu steigern.“

Dr. Michael Goller, CTO bei Detego

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Inventur muss sein. Mit der richtigen Software kann sie aber vielmehr als nur die gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Im Alltag bietet eine Echtzeit-Bestandssicht die beste Grundlage für hohe Warenverfügbarkeit und eine am Kunden ausgerichtete Artikelpräsenz im Store. Inventur hilft, den Kunden zu binden.

 

Das Wort Inventur kommt vom lateinischen „invenire“ und bedeutet „etwas finden“. Wer jemals in einem Store selbst bei einer Inventur dabei war, weiß genau, wie gut diese Begrifflichkeit passt. Das Finden wird dann besonders aufwändig, wenn das Warenwirtschaftssystem einen anderen Bestand anzeigt, als auf der Fläche gezählt wird. Das Delta wird dann meist als Schwund abgeschrieben, denn schließlich ist Ladendiebstahl ein großes Problem. Gerade im Fashion Retail. Was aber, wenn die nicht gefundenen Artikel doch noch da sind? Und was ist mit den „positiven Differenzen“?

 

Die Krux mit inexakten Beständen

Stand heute bietet eine RFID-basierte Artikelverwaltung mit Permanentinventur eine sehr exakte und verlässliche Sicht auf die Bestände. Es wird nicht mit errechneten Vergangenheitsdaten, sondern mit Echtzeitdaten operiert, auf die das Store-Personal auch im Verkaufsgespräch jederzeit Zugriff hat. Bei dieser Form der Inventur geht es jeden Tag um eine tatsächliche Momentaufnahme und nicht nur zum gesetzlich vorgeschriebenen Stichzeitpunkt. Über so eine transparente Bestandssicht will man in erster Linie wissen, welche Artikel heute im Verkauf zur Verfügung stehen. Dabei lässt sich auch gleich die Granularität erhöhen: Durch die RFID-Technologie lässt sich bequem ermitteln, welche Artikel im Store-Lager sind und welche auf der Fläche liegen – der ideale Startpunkt für einen funktionierenden Nachfüllprozess.

 

Den optimalen Inventurzyklus bestimmt das System selbst

Die Ziele einer intelligenten Inventur gehen weit über das buchhalterische „Must“ hinaus. Denn es macht durchaus Sinn, die Mechanismen einer Inventur dafür zu nutzen, eine hohe Bestandsgenauigkeit und Warenverfügbarkeit auf der Fläche zu schaffen, um Umsatzziele und Kundenbindung zu erreichen. Systeme, die automatisiert den optimalen Inventurzyklus vorschlagen, zielen auf eine erhöhte Store Performance ab. Und die tut der Gesamtrentabilität des Stores gut. Ein Warenüberhang zum Saisonende ist genauso nachteilig, wie den Kunden mit einem „Tut uns leid, das Kleid ist in Ihrer Größe nicht mehr vorrätig“ zu enttäuschen. Für den perfekt ausbalancierten Bestand braucht es Systeme mit integriertem, automatisiertem Nachschub, analytischer Vorhersage über Top Seller und darüber, welche Größen in dieser Filiale am meisten verkauft werden.

 

Realisierungsaufwand: wenige Stunden. Inventuraufwand: wenige Minuten

Nicht nur aufwändige Inventurläufe mit kompletter Ladenschließung und Zusatz-Personal sind teuer, sondern auch das Arbeiten mit intransparenten Bestände im laufenden Betrieb. Für den Schnelleinstieg gibt es intelligente Software, die innerhalb weniger Stunden die Warenverfügbarkeit und Bestandsgenauigkeit Richtung 100 Prozent fährt. Dazu braucht es weder lange Projektlaufzeiten noch große IT-Budgets. Quick-Start Systeme überzeugen im Live-Betrieb bei einem Store und machen den Roll-out auf das gesamte Filialnetz einfach und schnell. Das lästige Suchen und Finden gehört dann innerhalb kürzester Zeit der Vergangenheit an. Vielleicht Zeit für ein neues Wort aus dem Lateinischen, das dafür besser passt?

 

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Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Ein außergewöhnlicher Projekt-Sprint durch 500 adidas-Stores in Russland in nur vier Monaten ist erfolgreich geschafft. Die Zielvorgabe? Store-KPIs wie Bestandsgenauigkeit, Warenverfügbarkeit und Kundenservice auf höchstes Niveau anzuheben. Die Basis dafür: Eine extrem schnelle, fehlerfreie Erfassung von 45 Mio. Artikeln in Echtzeit pro Jahr, effizientere, intuitiv geführte In-Store-Prozesse und entscheidungsrelevante Analysen; inklusive einer End-to-End Integration in nur vier Monaten. Das interdisziplinäre Projektteam bestand aus Business-, IT-, Logistik- und Handelsexperten, kam aus fünf Ländern und arbeitete über zehn Zeitzonen zusammen.

Das unglaubliche Ergebnis: 99% Bestandsgenauigkeit und die beste Warenverfügbarkeit auf der Fläche, die adidas sich für seine Stores gewünscht hat. Der Gewinner? Ganz klar, der adidas Endkunde.

Die Zukunft bleibt sportlich!

Die Arbeit zwischen adidas und Detego geht in die nächste Runde: In Russland sind 500 Stores live, 90 weitere sind geplant und die Teams arbeiten daran, die Lösung auf andere Märkte zu übertragen, um den Erfolg zu replizieren.

Obwohl der Kunde eine unsichtbare Datenspur im Store hinterlässt, nutzt der stationäre Modehandel diese bislang kaum, um seinen Kundenservice zu verbessern. Das soll sich jetzt ändern. Wie, das erklärt Dr. Michael Goller, CTO von Detego. 

 

Der Online-Handel hat nicht nur eine neue Art des Einkaufens erfunden, sondern gleich das passende Controlling dazu. Mit dem Ziel, dem Kunden stets alle Wünsche von den Augen abzulesen. Somit wird der Online-Handel im Fach „Messen & Auswerten“ zum Klassenprimus. Es gibt fast nichts, das nicht beim Surfen im Online-Shop ausgewertet wird. „Conversion Rate“, „Click-Through-Rate“, „durchschnittlicher Bestellwert“, „Verhältnis neuer vs. zurückkehrender Besucher“, „Absprungrate“ (Bounce Rate) und „Verweildauer im Shop“ sind nur einige der Kennzahlen, an denen der Erfolg der Online-Shop-Aktivitäten gemessen wird. Das wirklich Mächtige dabei: Der Analyse folgt immer auch eine Maßnahme – meist sogar vollautomatisiert.

 

Und der stationäre Handel? Es wird Zeit für ein paar Nachhilfestunden…

 

Ohne Echtzeitdaten geht gar nichts

 

Seit Jahren beklagt sich der stationäre Handel über unpräzise Bestände und nicht aussagekräftige historische Statistiken. Unglücklich über seine Einkaufsentscheidungen auf Basis der Vorjahres-Verkaufszahlen, hätte der Handel gerne Echtzeitdaten und Bestände, mit denen verlässliche, wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen getroffen werden können. Schließlich gilt es hohe Sicherheitsbestände zu vermeiden, um so Kapitalbindung zu reduzieren.

 

Was aber bedeutet „transparente Bestände“? Reichen die Aussagen, die das ERP bietet, nicht aus? Leider nicht. In der Praxis kommt es nicht selten vor, dass das ERP einen höheren Bestand aufweist, als im Store tatsächlich verfügbar ist. Dieser „Ghost Stock“ bereitet natürlich Probleme im Verkauf. Man glaubt ein bestimmter Artikel – beispielsweise ein roter Rock in Größe 38 – sei vorrätig, ist er aber gar nicht. Damit kann er weder verkauft werden, noch wird er aus dem Zentrallager nachgefüllt – eine klassische Out-of-Stock Situation also. Ähnlich problematisch ist auch der umgekehrte Fall, bei dem das ERP einen niedrigeren Bestand anzeigt, als real verfügbar ist. Ursache für diese Abweichungen ist eine unzureichende Genauigkeit in den einzelnen Prozessen, die sich über die Zeit aufsummiert.

Der Einsatz von RFID-Technologie ermöglicht es, Artikel individuell auszuzeichnen und automatisch – das heißt mit enormer Geschwindigkeit – zu erfassen. Intelligentes Artikelmanagement steht auf drei Säulen: Einzelteilidentifikation, Echtzeiterfassung von jeder Warenbewegung und eine vorrausschauende Analyse mit konkreten Handlungsempfehlungen für das Store-Personal. Das ist das Fundament für hervorragenden Kundenservice und effiziente Prozesse.

 

Sinnvolle Kennzahlen im Store

 

Natürlich steht bei der Messung von Kennzahlen der praktische Nutzen für Store-Betreiber und das Management in der Zentrale im Vordergrund. Drei Bereiche lassen sich dabei im Store zur Erhebung von Daten unterscheiden:

 

  • Kennzahlen zur Bestandsgenauigkeit- und Verfügbarkeit
  • Kennzahlen zur Kampagnen-Erfolgsmessung
  • Kennzahlen zum Customer Engagement & Service Qualität

 

Wie feingranular das Kennzahlen-Gerüst aufgebaut sein muss, ist von der Größe und Anzahl der Stores, der Sortimentstiefe und dem Warendurchfluss abhängig. Und natürlich von den eigenen Zielen: Egal ob fünf oder 800 Stores, die Kennzahlen für die Bestandsgenauigkeit sind für jeden Händler extrem wichtig und stellen in der Praxis heute immer noch eines der Kernprobleme dar. Gerade einmal zu durchschnittlich 75 % ihres Warenbestandes (bezogen auf SKU-Ebene) können Händler tatsächlich exakte Aussagen treffen. Dies reicht jedoch nicht aus, um die Erwartungen der Kunden an Omnichannel-Services zu erfüllen. Ein Zustand, der durch RFID-basierte Prozesse und entsprechende Kennzahlen, abgestellt werden kann.

 

Die Artikelverfügbarkeit auf der Fläche – auch als On-Floor Availability bekannt ist die zweite zentrale Kenngröße. Dabei geht es initial weniger um die exakte Position, als mehr um die Tatsache, dass die Ware tatsächlich auf der Fläche ist – denn schließlich kann nur Ware, die für den Kunden sichtbar ist, auch gekauft werden. Dies ist eine Kennzahl, die mit einer Alert-Funktion versehen werden kann, damit eine definierte Mindestverfügbarkeit nicht unterschritten wird. Als Ergänzung zur Funktionalität in klassischen ERP-Systemen erhöht eine RFID-basierte Bestandsführung hier noch einmal die Granularität, da jederzeit bekannt ist, ob sich ein Artikel im Lagerraum oder auf der Verkaufsfläche in der Filiale befindet. Über die Artikelverweildauer auf der Fläche bekommen Store-Verantwortliche wichtige Aussagen, ob sie im „Verkaufsplan“ voraus – oder zurückliegen. Der Klassiker im E-Commerce, die Conversion Rate beschreibt das Verhältnis Website-Besucher zu Käufen und gibt ebenso Aufschluss über bestimmte Artikel die schon im Warenkorb waren, dann aber nicht gekauft wurden. Speziell dieser Punkt war lange Zeit im Store sehr schwierig zu messen, jetzt entwickelt sich die Fitting Room Conversion Rate auch hier zur zentralen Kennzahl. Wie viele und vor allem welche Artikel nimmt ein Kunde mit in die Umkleidekabine und welche kauft er dann tatsächlich?

 

Kennzahlen lassen sich auch zur Steigerung der Service Qualität nutzen. Die Replenishment Quote bspw. besagt, wie schnell fehlende Ware auf die Fläche gebracht wird. Hingegen beantwortet die Fitting Room Response Time wie schnell das Verkaufspersonal Kundenfragen aus der Umkleide bedient.

„Conversion Rate Kampagnenware“ ist eine Kennzahl, an Hand derer man konkret auf Kampagnen bezogen Änderungen einleiten kann / ©Detego

Handlungsempfehlungen für das Store Personal

 

Und was kann der Store noch vom Web-Shop lernen? Ganz klar, die schnelle Reaktion nach der Interpretation des Zahlenmaterials. Einen Datenfriedhof braucht niemand. Auf die Analyse muss die Erkenntnis folgen, was konkret zu tun ist. Gute Systeme versehen das Zahlenwerk für Management und Store Personal gleich mit automatisierten, konkreten Handlungsempfehlungen. Das spart Zeit bei Entscheidungen, entlastet, und lässt das Store-Personal das Richtige tun.

 

Kennzahlen sollten also alltagstauglich sein. Visuell eindeutig aufbereitet und selbsterklärend werden sie in klare Handlungsempfehlungen „übersetzt“. Eine Verkäuferin wird in ihrer Arbeit entlastet, wenn ihr das System rät, für einen bestimmten Artikel eine andere Platzierung im Store zu wählen, z. B. wenn die Verweildauer auf der Fläche im Vergleich zu anderen Stores zu hoch ist.

 

Ein anderes Beispiel ist die Warenverfügbarkeit. Die „Recommendation“ vom System an dieser Stelle ist: „Bei Artikel 47699-0010 ist der Mindestbestand erreicht, bitte füllen Sie jetzt 3 Stück nach.“ Das kann den Gang ins Back-Store-Lager oder auch eine automatisierte Bestellung im Hauptlager auslösen. Der Warenfluss ist somit optimiert. Regallücken entstehen erst gar nicht.

 

Fazit

 

Dem Filial-Handel tun Nachhilfestunden in punkto Analysen & Maßnahmen in jedem Fall gut. Denn nicht nur das Store Personal profitiert von intelligenten Handlungsempfehlungen, auch das Management erhält über alle Filialen effiziente Steuerungsmechanismen. Entscheidungen werden auf Basis von Echtzeitdaten getroffen und erlauben ein zeitnahes Handeln. Am Ende freut sich der Endkunde über einen erstklassigen Service, der dank der persönlichen und kundigen Beratung im Store den Online-Handel an dieser Stelle sogar übertrifft.

Bildquelle: iStock, Copyright: _nd3000

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Warum sollten Sie sich als Modehändler mit dem Thema IoT befassen? Welche Probleme lassen sich damit in Ihren Stores lösen? Welche Ergebnisse können Sie erwarten? Als Entscheider im Handel müssen Sie sich spätestens dann mit dem Thema IoT auseinandersetzen, wenn Sie eine gesteigerte Warenverfügbarkeit, exakte Bestände, Interaktion mit Ihren Kunden und Operational Excellence in Ihren Stores als Ziele verfolgen. Dieser Praxisleitfaden beleuchtet das Dreieck „Kunde“, „Prozesse im Store“ und „Einsatz neuer Technologien“ und stellt die Frage „Was hat der Händler und in letzter Konsequenz der Kunde davon?“ in den Mittelpunkt. Das Whitepaper verrät die Formel für die perfekte Kundenbeziehung, basierend auf den passenden Technologien und entsprechenden Prozessen, und zeigt wie jeder Händler, diese für sein Business anwenden kann.