Moment, ich schau mal eben nach…

Während der Shopping-Begleitung mit einem Espresso die Wartezeit versüßt wird, lässt man die einkaufsfreudige Kundin oft stehen. Auf der Suche nach dem Wunschartikel muss die Verkäuferin ins Lager, zum Telefon oder den Filialleiter befragen. Ist der Artikel nicht auffindbar, dann ist das Verkaufsgespräch auch meist am Ende: „Tut mir leid, haben wir nicht mehr da.“

Die Chance, dass der gewünschte Rock in Größe 36 noch in einem anderen Store vorrätig sein könnte, muss die Kundin häufig alleine herausfinden. Natürlich kann sie ihr Glück auch im Web probieren, evt. ist er noch im Online-Shop vorrätig.

Schade. Kundenorientierung endet doch nicht an der Espresso-Bar.

Die fehlende Artikeltransparenz ist ein Riesenproblem in der Modebranche und fast alle Händler leiden mit Umsatzeinbußen darunter:

  • Ist der Artikel nicht auf der Fläche, kann er nicht verkauft werden
  • Hat niemand Kenntnis, dass der Artikel im Back-Store oder im Schaufenster oder in der Umkleide ist, kann er nicht verkauft werden
  • Kann die Verkäuferin der Kundin nicht sofort Auskunft geben wird diese enttäuscht
  • Ist das Store-Personal nicht über die Nachschublieferung artikelgenau informiert, kann der Artikel nicht reserviert werden
  • Ist der Click&Reserve Bestand nicht mit dem Store-Bestand synchronisiert, kann der reservierte Artikel nicht verkauft werden
  • Taucht der Artikel bei der Inventur „überraschend“ in einem nicht geöffneten Karton auf, ist es zu spät
  • Hat man keine Transparenz auf die Bestände in den einzelnen Kanälen, dann kann man auch nicht flexibel umverteilen

Ware dorthin bringen, wo sie verlangt wird

 

Das ist der Traum eines jeden Händlers: die Waren, die er anbietet, genau zu den Kunden bringen, die sie kaufen möchten. Bei 5.000 Artikeln pro 700 Stores mit verschiedenen Größen kann der erfahrenste Händler nicht mehr sein Bauchgefühl entscheiden lassen:

  • Größen sollten nicht in alle Stores pauschal verteilt werden
  • Sicherheitsbestände sollten nicht Lagerraum blockieren
  • Überbestände, die später abgeschrieben werden, sollten erst gar nicht entstehen

Die intelligente Warenverteilung

 

Nachher ist man immer schlauer. Am Ende eines Geschäftsjahres oder einer Kollektion weiß man, welche Ware, in welcher Filiale gut lief und wo nicht so gut. Aber dann ist es zu spät. Ware ist mit hohen Discounts im Factory Outlet gelandet, die Abschreibungsquote bleibt hoch, der Umsatz stagniert …

Eigentlich will man doch sofort wissen, welche Artikel, wo gut laufen, was aktuell nachgeliefert werden muss, in welchen Filialen, welche Altersstruktur der Artikel auf Einzelteilebene herrscht. Schlau wäre es, schon bei der Warenverteilung auf die Stores verlässliche Analysen zu haben, die genau diese Entscheidung bekräftigen.

Steuern Sie Ihr Filialnetz aktiv über Echtzeitdaten:

  • Echtzeit Bestandskontrolle und effizienter Nachschub
  • Schnellere Nachbestellungen
  • Reduzierung von Sicherheitsbeständen
  • Weniger Ware in den Kanälen, kombiniert mit höherer Bestandsgenauigkeit
  • Kleinere Losgrößen, genauere Kontrolle über den Warenfluss
  • Abverkauf der Kollektionsware zu geplanter Marge und nicht über Outlet Sales
  • Schnelle Handlungsempfehlungen zur Filialoptimierung
  • Echtzeit-Dashboards für valide Entscheidungen
  • Schnelle Umlagerung von Aktionsware zwischen den Filialen

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Das Problem der Lagerbestandsverwaltung ist so alt wie der Einzelhandel selbst. Wenn also Bricks-and-Mortar-Geschäfte modernisiert und digitalisiert werden sollen, sollten ihre Lagersysteme dann nicht auch einer Modernisierung unterzogen werden? Die Radiofrequenz-Identifikation (RFID) hat sich aufgrund der Notwendigkeit von Innovationen im Lagerhaltungsmanagement nach und nach im Bereich Fashion Retail etabliert. Das Einzigartige an der Technologie liegt darin, dass jedes einzelne RFID-Etikett eine kleine Funkfrequenz aussendet. Ein RFID-Lesegerät empfängt in Sekundenschnelle hunderte dieser Signale  aus mehreren Metern Entfernung, ohne dass dafür eine direkte Standortverbindung erforderlich ist. Das Etikett teilt dann alle Daten mit, die auf ihm kodiert sind. Normalerweise sind dies Artikelinformationen, Datums- und Zeitangaben sowie Versandinformationen, aber theoretisch liegt die einzige Beschränkung dessen, was auf dem Etikett gespeichert und verwendet werden kann, in der Vorstellungskraft der Konstrukteure und Ingenieure.

Grundsätzlich ermöglicht RFID ein unglaublich schnelles und effizientes Bestandsmanagement, in dem menschliches Versagen kaum mehr stattfindet. Das bedeutet, dass die Bestandsgenauigkeit deutlich ansteigt (mit RFID werden bis zu 99 % erreicht) und die Arbeitszeit drastisch sinkt. Die Technologie ermöglicht auch eine weiterentwickelte Nutzung, z. B. einen schnelleren Point of Sale oder die Ermöglichung von Omnichannel-Diensten – etwas, das sich die Modebranche in den letzten Jahren gut zunutze gemacht hat.    

            Wenn die Technologie also so vorteilhaft ist, warum dominiert sie dann nicht schon alle Einzelhandelsmärkte? Ursprünglich waren RFID-Etiketten nicht nur ziemlich teuer (Im Durchschnitt kosten sie 1 USD pro Etikett.), sondern sie waren auch oft zu groß, um sie an kleinere Produkte anzuheften. Deshalb war RFID für viele Einzelhändler weder in finanzieller noch in logistischer Hinsicht sinnvoll, insbesondere in Märkten, in denen ein einzelnes Produkt nur einen geringen Wert hatte. Ein weiteres Problem bestand darin, dass RFID-Signale von metallischen und flüssigen Produkten gestört wurden, weshalb eine Anheftung von RFID-Etiketten an bestimmte Produkte keine verlässlichen Ergebnisse erzielte.

Diese Hindernisse waren für den Erfolg von RFID in vielen Branchen, einschließlich der Schönheits- und Kosmetikbranche, fatal. Da in der Modebranche jedoch hohe Stückpreise und die Notwendigkeit genauer Daten zu Lagerbestand und Artikelverfügbarkeit vorherrschen, waren RFID-Etiketten dort ein voller Erfolg. Diese Erfolgshindernisse in anderen Märkten verschwinden jedoch zunehmend, und das Geschäftspotenzial von RFID wächst weiter. Die Beauty-Branche könnte nun versuchen, die Etiketten zu nutzen und ähnliche oder vielleicht sogar bessere Ergebnisse als in der Bekleidungsbranche zu erzielen.  

Was hat sich geändert?

Die Beauty-Branche ist seit einiger Zeit bestrebt, RFID-Lösungen zu implementieren. Zu den früheren Bemühungen zur Bekämpfung dieser Einschränkungen gehörte die Verwendung von „intelligenten Verpackungen“, mit deren Hilfe die Anheftung von RFID-Etiketten an Kosmetikprodukte möglich wurde, wenn ihre Verpackungen nicht nur groß genug waren, um für die Etiketten überhaupt tragfähig zu sein, sondern auch im Stande waren, die Störungen zu verhindern, die metallische oder flüssige Produkte verursachten. Dadurch wurde der Einsatz von RFID in der Kosmetikbranche möglich, wenn die Anbieter von Kosmetik-Produkten bereit waren, diese zusätzlichen Schritte zu unternehmen. Da die Lösung jedoch in die Produktverpackung integriert war, war sie nicht für jedes Produkt geeignet und lag letztendlich nicht in den Händen der Einzelhändler, sodass ein Überblick über den ganzen Ladenbestand nur selten möglich war.

            Wenn wir auf einen Heureka-Moment für RFID warten würden, ist das Warten möglicherweise vorbei. Erst in diesem Monat kündigte das RFID-Schwergewicht Avery Denison, ein Hersteller von RFID-Etiketten, die Einführung seiner ersten Etiketten an, die auf metallischen Produkten funktionieren. Dies ist ein enormer Durchbruch für die Beauty-Branche und könnte die Wunderwaffe für die größte Eintrittsbarriere von RFID sein. Da die Lösung erst seit kurzem verfügbar ist, wurde sie noch nicht in großem Umfang angewandt. Da die neuen Etiketten jedoch sowohl mit flüssigen als auch mit metallischen Produkten funktionieren, sind Beauty-Produkte plötzlich RFID-tauglich geworden.     

            Dieser Durchbruch wäre jedoch bedeutungslos, wenn die Etiketten noch zu groß wären, um an kleineren Produkten angebracht zu werden, oder wenn sie zu teuer wären, um dies wirtschaftlich wirklich zu rechtfertigen. Zum Glück gibt es in beiderlei Hinsicht gute Neuigkeiten. Wie bei jeder neuen Technologie sinkt der Preis für RFID-Etiketten seit ihrer Erfindung schrittweise. Während für ein einzelnes Etikett früher ein Preis von etwa 1 USD erhoben werden konnte, liegt der Preis heute eher bei 3c. Die Größe der Etiketten ist in ähnlicher Weise geschrumpft, weshalb Etiketten physisch nun auf jedes Produkt oder dessen äußere Verpackung auf praktikable Weise angebracht werden können. Dies ist eine großartige Nachricht für die Kosmetikbranche, da viele Kosmetikprodukte recht klein sind und externe Abzieh-Etiketten, wie sie in der Bekleidungsbranche Verwendung finden, hier nicht geeignet sind. Deshalb ist der Anwendungsbereich, den Einzelhändler bei der Anbringung von Etiketten an einzelne Produkte haben, nun weitaus größer als in der Vergangenheit.

Neue Möglichkeiten für Kosmetik-Einzelhändler

Wir haben also Anzeichen dafür gefunden, dass die Technologie endlich einen Punkt erreicht hat, an dem sie in der Kosmetikbranche eingesetzt werden kann. Aber warum sollten wir uns dafür interessieren? Wie können Einzelhändler von Kosmetikprodukten von der Technologie profitieren? Und, was vielleicht noch wichtiger ist: Was kann sie beim Kunden bewirken?

 

Effiziente und genaue Bestandszählung

Wir beginnen mit dem grundlegendsten Prinzip: RFID revolutioniert die Bestandszählung. Dies mag zwar als ein weniger bedeutsames Detail erscheinen, doch die Genauigkeit und Geschwindigkeit, mit der die Bestände erfasst werden, bildet das Rückgrat der unternehmerischen Argumentation für RFID. Da die Produkte bereits mit RFID-Etiketten versehen sind, wenn sie in den Filialen und Distributionszentren ankommen, wird die Bestandsverwaltung so völlig mühelos. Die Erfassung der Bestände ist dann nur noch eine Frage von Sekunden anstatt Minuten (mithilfe von Barcodes) oder sogar Stunden (mit Bleistift und Klemmbrett). Diese Effizienzsteigerung hat zwei große Auswirkungen auf Einzelhändler in der Kosmetikbranche. Die erste besteht in der Verringerung der Arbeitsintensität bei der Bestandsverwaltung. Die Auszählung von RFID-Beständen nimmt nicht nur die Zeit der Einzelhandelsmitarbeiter in Anspruch, sondern ein vollständiger und transparenter Überblick über die Bestandssituation gestaltet auch das Wiederauffüllen im Ladengeschäft mit Produkten aus dem Lager deutlich einfacher. Intelligente Inventarsysteme können Warnmeldungen anzeigen lassen, wenn Artikel nachgefüllt werden müssen, sodass die Mitarbeiter weniger Zeit für die Überwachung der Bestände in den Ladenregalen aufwenden müssen.

 

Umsatzsteigerung

Die andere hauptsächliche Auswirkung einer Bestandszählung mithilfe von RFID besteht in der Erhöhung der Bestandsgenauigkeit für Einzelhändler. Die branchenübliche Bestandsgenauigkeit ohne RFID liegt bei etwa 70 % (obwohl die Einzelhändler oft nicht merken, dass sie so niedrig ist) im Vergleich zu 99 % bei Verwendung von RFID. Diese Bestandsgenauigkeit in Verbindung mit der vereinfachten Wiederauffüllung der Ladenregale steigert die Artikelverfügbarkeit und damit den Abverkauf, da verhindert wird, dass Artikel ausverkauft sind.  Während traditionelle Einzelhandelsgeschäfte in der Kosmetikbranche häufig zwischen einer Vernachlässigung der Bestandsgenauigkeit oder den monetären Verlusten durch höhere Lohnkosten oder entgangene Abverkäufe wählen mussten, steht Einzelhändlern, die RFID nutzen, das Beste beider Welten offen. Diese Genauigkeit und Effizienz erstreckt sich über die gesamte Supply Chain, erhöht die Versandgenauigkeit, unterstützt die Logistik in Lagern und Distributionszentren und bietet vor allem einen umfassenden Überblick über den Bestand. Die gesteigerte Prozesseffizienz ist vielleicht die bedeutsamste Art, auf die RFID im Einzelhandel einen Mehrwert schafft. Die Folge davon ist, dass Einzelhandelsmitarbeitern mehr Zeit für den Kundenservice bleibt, was deren Einkaufserlebnis verbessert und den Umsatz erhöht. Einzelhändler von Kosmetikprodukten könnten diese Ergebnisse noch weiter steigern, indem sie mit RFID schnellere Point-of-Sale-Lösungen implementieren.

Da genaue Bestandszahlen sowohl im Ladengeschäft als auch in Vertriebszentren mühelos verfügbar werden können und die Etiketten so billig sind, können Einzelhändler in der Kosmetikbranche realistischerweise davon ausgehen, eine vollständige Bestandsübersicht über die gesamte Supply Chain hinweg zu erreichen. Aber was wird damit erreicht?  Die Transparenz auf Artikelebene eröffnet das wahre Potenzial von RFID, da so innovative Lösungen und Use Cases implementiert werden können, wodurch sich die Dauer bis zur Amortisation drastisch verkürzt.

Verringerung des Warenverlustes

Eine der größten Herausforderungen für viele Einzelhändler in der Kosmetikbranche ist beispielsweise der Inventarschwund. Der durchschnittliche Prozentsatz von Inventarschwund im Einzelhandel beträgt im Allgemeinen etwa 2 % des Umsatzes, was einem weltweiten Verlust von 49 Milliarden US-Dollar entspricht. Ein umfassender Überblick über die Artikel gäbe den Einzelhändlern in der Kosmetikbranche die Mittel an die Hand, um diesem bedenklichen Problem zu begegnen. Mit der vollständigen Transparenz der Supply Chains werden einzelne Artikel vollständig rückverfolgbar, sodass Einzelhändler genau feststellen können, an welchem Punkt der Inventarschwund auftritt, und die Ursache dementsprechend bekämpfen.

Die begrenzte Lagerfähigkeit ist eine weitere Ursache für den Inventarschwund in der Branche; eine, dem RFID wirkungsvoll begegnen kann, da das Haltbarkeitsdatum auf dem Etikett selbst gespeichert werden kann. Nach dem Scannen können Einzelhändler auf diese Informationen als Erweiterung des 100-prozentigen Überblicks über den Warenbestand zugreifen. Mit diesem vollständigen Überblick über den Lagerbestand würde den Mitarbeitern nicht nur mitgeteilt, wenn Artikel aus dem Lagerraum nachgefüllt werden müssen, sondern auch, bei welchen Artikeln das Verfallsdatum näher rückt, bzw. welche Artikel es bereits überschritten haben. Die Automatisierung der Überwachung dieses Prozesses zusammen mit der Wiederauffüllung würde die Effizienz weiter steigern und die Einzelhändler rückversichern, dass der Preis der entsprechenden Produkte rechtzeitig herabgesetzt wurde und sie somit verkauft werden, bevor sie das Haltbarkeitsdatum überschritten haben, was dem Inventarschwund entgegengewirkt und den Umsatz aktiv steigert.

 

Erschließung des effektiven Omnichannel-Handels

Eine vollständige Übersicht über die Artikel hätte auch zur Folge, dass Einzelhändler in der Kosmetikbranche endlich vom Aufkommen von Omnichannel profitieren könnten. Die Strategie wird im Einzelhandel zu einer so stark dominierenden Kraft, dass sie immer weniger eine bloße Option ist und vielmehr zu einer Notwendigkeit wird. Die Kosmetikbranche reizt Omnichannel noch nicht voll aus, da viele Einzelhändler zwar über mehrere Kanäle hinweg auftreten, diese jedoch nicht so vollständig integriert oder vernetzt sind, wie sie es sein könnten.  Laut einem Bericht von Newport ermöglichen derzeit nur 36 % der Marken eine Übersicht über die im Laden erhältliche Artikelpalette, die die Kunden entweder online oder als mobile App einsehen könnten, obwohl 80 % der Kunden online recherchieren, bevor sie überhaupt nur einen Fuß in ein Ladengeschäft setzen. Diese Erfahrung der nahtlosen Integration des Einkaufserlebnisses über alle Kanäle hinweg wird von den Verbrauchern immer mehr erwartet, da die Nachbarbranchen wie die Bekleidungsbranche dies bereits anbieten. Vielleicht liegt der Hauptgrund dafür, dass die Kosmetikbranche länger braucht, um sich Omnichannel effektiv zunutze zu machen, in der Notwendigkeit einer vollständigen Artikelübersicht, damit dies überhaupt möglich wird. Die Verflechtung mehrerer Shopping-Kanäle miteinander erfordert einen vollständigen Überblick über die Lagerbestände, was Brick-and-Mortar-Geschäfte zu digitalen Knotenpunkten macht. Nun, da der Kosmetikbranche endlich die vollständige RFID-Implementierung in Aussicht steht, kann sie sich darauf freuen, von den damit verbundenen Omnichannel-Möglichkeiten zu profitieren.

Die Omnichannel-Erfahrung ist ein gutes Beispiel, aber sicher nicht das einzige, dafür, wie die Beauty-Branche RFID nutzen kann, um das Engagement der Konsumenten aktiv zu steigern. Bestehende Technologien wie Chatbots, die in anderen Märkten  zum Einsatz kommen, könnten in Kosmetikgeschäften leicht Wirkung zeigen, indem sie den Kunden Produkte empfehlen und sie über ihre Verfügbarkeit informieren. Sobald sich RFID etabliert hat, werden zweifellos auch branchen- und anforderungsspezifische Lösungen für die Kundenbindung auf den Markt kommen.  Die Technologie und ihre Anwendungen sind letztendlich sehr flexibel, sodass sie entsprechend angepasst werden können, um marktspezifische Lösungen bereitzustellen. Um diesen Punkt zu erreichen, muss sich die Kosmetikbranche aber zuerst auf die Technologie einlassen. Erst dann können wir wirklich ihr volles Potenzial sehen.

 

(Ursprünglich veröffentlicht am WhichPLM.com)

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Über künstliche Intelligenz wird im Moment zwar viel geredet, aber nicht so viele praktische Anwendungsfälle, insbesondere nicht im stationären Einzelhandel. Wir sollten es wissen. Wir waren einer der ersten Anwender von maschinellem Lernen bei der Entwicklung unserer Einzelhandelssoftware und haben ein beliebtes Chatbot-Tool eingeführt, das Verbrauchern hilft, schnelle Antworten auf einfache Bestandsanfragen zu erhalten, ohne einen Verkäufer aufsuchen oder den Kundendienst anrufen zu müssen.

Abgesehen davon, dass mehr über KI gesprochen wird als das sie umgesetzt wird, haben wir den Eindruck, dass die meisten Einzelhändler immer noch versuchen, die Grundlagen zu verstehen, was maschinelles Lernen für ihr Unternehmen tun kann und wie die KI beim Konsumentenengagement helfen wird. Hier ist unser Versuch, die Geheimnisse hinter dem Thema künstliche Intelligenz im Einzelhandel zu lüften und zu sehen, ob es sich um eine vorübergehende Modeerscheinung handelt, oder um etwas, worauf Einzelhändler mehr achten sollten.

Kennen Sie Ihr Produkt

Es gibt einen Bereich, in dem die künstliche Intelligenz bereits einen großen Einfluss ausgeübt hat, und zwar die Auseinandersetzung mit riesigen Datenmengen und die Erarbeitung von fundierten Produktempfehlungen. Diese Technik wird von Unternehmen wie Amazon bereits verwendet – sie macht Vorschläge, welche anderen Produkte Ihnen gefallen könnten -, hat aber noch einen langen Weg vor sich. Es gibt einfach keinen Ansatz, um die Welt des Online- und des stationären Einzelhandels zu verbinden. Die Verfügbarkeit von Produkten bei Einzelhändlern wird häufig vernachlässigt; nicht viele Einzelhändler berücksichtigen, welche Produkte am besten (oder am profitabelsten) zu verlagern sind.

An dieser Stelle kommt die KI ins Spiel.

Künstliche Intelligenz, indem sie viele Daten zusammenführt und Entscheidungen auf der Grundlage einer Vielzahl von Faktoren trifft – Produktverfügbarkeit, Kaufhistorie, aktuelle Trends, Rentabilität usw. – ist immer besser dazu in der Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen. All dies mag offensichtlich klingen, aber es ist etwas, was nur sehr wenige Einzelhändler tatsächlich in ihren Geschäften umsetzen. Die meisten Einzelhändler haben immer noch eher unzusammenhängende Prozesse über verschiedene Kanäle hinweg und verschiedene Abteilungen leiden unter einem Mangel an Dateneingabe. Einige Prozesse sind teilautomatisiert, aber viele – wie z.B. Warenplanung und Produktsortimente – bleiben weitgehend manuell. Zum Beispiel basieren die Käufer immer noch die meisten ihrer Entscheidungen auf veralteten Verkaufszahlen und Bauchgefühl, anstatt viel effizientere maschinelle Lernwerkzeuge einzusetzen.

Künstliche Intelligenz ist ideal für die Prognose und die Bestandszuordnung geeignet. Diese Prozesse sind in der Vergangenheit meist recht manuell und umständlich gemacht worden und werden in der Regel nicht so effizient gesteuert – vor allem, weil es einfach zu viel Arbeit ist, den idealen Mix zu finden. Es ist etwas, das typischerweise von relativ kleinen Abteilungen durchgeführt wird, obwohl die Produktauswahl und die Lagerverfügbarkeit eindeutig so grundlegend für das Ergebnis eines Einzelhändlers sind. Dennoch können Selbstlernmechanismen eingerichtet werden, um die Verfügbarkeit zu maximieren und zu fördern, was am ehesten verkauft werden kann.

In den meisten Geschäften sind die Mitarbeiter der Filialen heute anfällig für Stapelregale, die auf den verfügbaren Größen und den passenden Größen basieren, anstatt eine Technologie zu haben, die weiß, was für den Gewinn des jeweiligen Geschäfts am besten ist. Durch die Verwendung von KI haben wir festgestellt, dass verschiedene Geschäfte, sogar in derselben Stadt, möglicherweise völlig unterschiedliche Größen von Kleidungsstücken benötigen, um ihre Verkäufe zu maximieren.

In Verbindung mit RFID-Tags an jedem Artikel, um die Lagerbestände mit einer Genauigkeit von fast 100 Prozent zu überwachen, kann die künstliche Intelligenz genutzt werden, um die Lieferleistung und die Verteilung des Bestands auf die Filialen, das Lager und sogar auf den Verbraucher zu verbessern. Zum Beispiel fanden wir einen Einzelhändler, der von Hunderten von Kartons mit Produkten durchdrungen war, die verschickt, aber nie erhalten wurden, und verschiedene Abteilungen, die lange Zeit versuchten eine Lösung für etwas zu finden für das eine Maschine Sekunden bräuchte. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Einzelhändler nicht genau wissen, wo sich der Bestand zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet, aber die Freude an künstlicher Intelligenz sorgt dafür, dass menschliche Fehler minimiert werden und Versprechungen – wie z.B. eine Marketingkampagne mit der neuesten Produktversion zu einem Sonderpreis in ausgewählten Filialen – immer eingehalten werden.

Menschliche Maschinen

Während es im Moment noch viel Hype um Chatbots gibt – Roboter, die beim Kundenservice helfen – und übermäßigen Druck einige der neuesten (und wohl auch fortgeschritteneren) Techniken aus der Online-Einzelhandelswelt anzuwenden, ist dies erst der Anfang dessen, was in Bezug auf künstliche Intelligenz im Einzelhandel getan werden kann.

Chatbots, die auf den Smartphones der Menschen verfügbar sind, um Ratschläge einzuholen, wenn sie ein Geschäft betreten, können einen sofortigen Link zum Kundenservice und den Zugang zu einem viel breiteren Katalog von Produkten und Dienstleistungen bieten. Der Reiz von Chatbots liegt nicht nur darin, dass vor allem junge Menschen sich damit auskenne, sondern auch darin, dass Menschen, die einen Verkäufer suchen sich nicht mit einem „weiß nicht“ oder „ist mir egal“ abgeben müssen. Einfache, produktbezogene Aufgaben und Bestandskontrollen sind ideal für Maschinen geeignet. Wir haben sogar festgestellt, dass die Konversionsraten in Geschäften, in denen wir Chatbots mit KI-basierten Produktempfehlungstools eingeführt haben, um bis zu fünf Prozent höher sind.

Chatbots werden natürlich niemals Menschen ersetzen, die in Geschäften arbeiten. Aber sie können sie sicherlich ergänzen: oft als zuverlässiger erweisen; nie anfällig für Krankheiten oder Pausen; nicht versuchen, Sie in ein Gespräch zu ziehen und zu verkaufen; und immer verfügbar, 24/7.

Mehr Transparenz und Rentabilität der Bestände sowie ein besseres Kundenengagement werden dazu beitragen, dass die Einzelhändler florieren und mit der zunehmenden Bedrohung durch Online-Händler konkurrieren können, die die Trends für die Zukunft des Einkaufens setzen. Künstliche Intelligenz ist nicht nur eine weitere Modeerscheinung. Es mag wie eine Fiktion erscheinen, aber es ist eindeutig hier, um zu bleiben und die Erwartungen die ganze Zeit zu übertreffen.

Detego Chatbot

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Die RFID-Technologie ist bereit, die Kosmetikindustrie zu digitalisieren

RFID (Radio Frequency Identification) hat sich bereits im Mode-Einzelhandel bewährt, wo viele Einzelhändler die Vorteile der erhöhten Produktverfügbarkeit (>98%), Bestandsgenauigkeit (>99%) und Omnichannel-Fähigkeiten der Technologie nutzen.

Die Kosmetikindustrie würde von diesem Wissen und der Transparenz ihrer Lagerbestände ebenso profitieren, allerdings ist die Nutzung der Technologie traditionell viel schwieriger als auf dem Bekleidungsmarkt. Denn Kosmetikprodukte sind in der Regel zu klein, um entsprechend gekennzeichnet zu werden und sie enthalten häufig Flüssigkeiten oder metallische Materialien in ihrer Verpackung, die die RFID-Technologie negativ beeinflussen.

Mit den jüngsten Entwicklungen in der Technologie beginnt sich dies jedoch zu ändern. Die immer kleiner werdenden RFID-Tags ermöglichen heute die Kennzeichnung praktisch aller Produkte und sind bei weiter sinkenden Preisen wirtschaftlich tragbar. Am wichtigsten ist jedoch die Erfindung neuer „Auf-Metall“ RFID-Etiketten, mit denen sowohl metallische als auch flüssige Produkte problemlos gekennzeichnet werden können, wodurch das größte Hindernis für RFID in der Kosmetikindustrie beseitigt wird.

 

Neuheiten können Kosmetikmarken zugute kommen und das Kundenerlebnis optimieren

Neue Verpackungsmaterialien und kleinere, empfindlichere RFID-Tags helfen Kosmetikmarken schließlich, eine immer höhere Bestandsgenauigkeit – sowohl im Geschäft als auch im Webshop – zu gewährleisten, um dem steigenden Bedarf an schnellem globalen Versand und Nachschub gerecht zu werden.

Das Thema Haltbarkeit ist eine Herausforderung für die Kosmetikindustrie, die vom Bekleidungsmarkt nicht geteilt wird. RFID scheint jedoch ideal für die Aufgabe der Verwaltung von Verfallsdaten geeignet zu sein, da die Tags die Informationen auf Artikelebene speichern können, was bedeutet, dass die Mitarbeiter der Filiale Echtzeittransparenz über die Haltbarkeit jedes Artikels in der Filiale erhalten würden, sowie Warnmeldungen, wenn Artikel kurz vor oder nach ihrem Verfallsdatum liegen. Dies ermöglicht es auch, Produkte zu markieren, um sicherzustellen, dass sie vor Ablauf verkauft werden.

Vorteile für den Handel:

  • Bestandsübersicht entlang der gesamten Lieferkette
  • Keine Out-of-Stock-Situationen durch erhöhte Produktverfügbarkeit
  • Hervorragende Qualität des Kundenservice
  • Reduzierter Bestandsschwund in den Filialen
  • Betriebliche Effizienz für In-Store-Prozesse
  • Erhöhte Markentreue
  • Analytik in Echtzeit und Speicherung von KPIs
  • Einfache Verwaltung der Haltbarkeit von Produkten

 

Vorteile für Kunden:

  • Hohe Produktverfügbarkeit über alle Verkaufskanäle hinweg
  • Einzigartiges Einkaufserlebnis
  • Produktempfehlungen mit zusätzlichen Informationen
  • Unterstützung bei der Entscheidungsfindung

Passend zum Stil

Die Kosmetikindustrie ist sich bewusst, dass die Integration fortschrittlicher Technologien in das Unternehmens- und Einzelhandelsumfeld ihre Präsenz in Zukunft verbessern kann. Dazu gehört nicht nur der Einsatz irgendeiner Technologie, sondern eine, die zur Unternehmensphilosophie passt und deren Erscheinungsbild und Ladengestaltung sowie das Produktdesign ergänzt. Technologie soll die Zukunft des Unternehmens sichern, Mitarbeiter binden und Kunden begeistern. Und während RFID natürlich eine Vielzahl von Vorteilen bietet, die bereits in der Modebranche etabliert sind, da immer mehr Kosmetikunternehmen beginnen die Technologie zu nutzen, werden mehr branchenspezifische Anwendungsfälle entdeckt und ihr Potenzial voll ausgeschöpft.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Ereignisvorschau: RetailEXPO 2019 – 1. und 2. Mai Olympia, London

Die RetailEXPO ist eine der führenden europäischen Veranstaltungen für Retail-Technologie und -Design und findet vom 1. bis 2. Mai 2019 in der Olympia in London statt. Erfahren Sie mehr über unsere neuesten Innovationen für Bestandsübersicht und Omnichannel-Einzelhandel mit Live-Demonstrationen. Darüber hinaus wird unser Vorstandsvorsitzender Kim Berknov einen neuen innovativen Ansatz für die RFID-Implementierung und digitale […]

Smart Shield – Beseitigung der Hindernisse für die RFID-Implementierung

Die Herausforderung In den letzten Jahren wurde die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) in vielen verschiedenen Geschäftsbereichen eingesetzt, um Bestandsherausforderungen zu bewältigen, beispielsweise das Problem der Bestandsüberwachung. Retailer können das Wissen über Artikelstandorte nutzen, um zu erkennen, in welchem Bereich des Stores sie Artikel finden können, z. B. im Lager oder im Verkaufsraum. Mit diesem Wissen [...]

Detego führt die ‚Smart Shield‘-Funktion ein

Detego bringt die RFID-basierte Lagerverwaltung mit fortschrittlichen Lokalisierungsfunktionen auf die nächste Stufe. Einführung von ‚Smart Shield‘ – Detego trotzt den Gesetzen der Physik und erzielt einen Durchbruch bei der Lokalisierung von RFID-Tags London, UK, 03.04.2019 — Detego, der führende Anbieter von Business Intelligence für Modehändler, hat die neueste Innovation für seine RFID-basierte Lagerverwaltungssoftware mit einer […]

Die Herausforderung

In den letzten Jahren wurde die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) in vielen verschiedenen Geschäftsbereichen eingesetzt, um Bestandsherausforderungen zu bewältigen, beispielsweise das Problem der Bestandsüberwachung. Retailer können das Wissen über Artikelstandorte nutzen, um zu erkennen, in welchem Bereich des Stores sie Artikel finden können, z. B. im Lager oder im Verkaufsraum. Mit diesem Wissen können sich Retailer durch einen effizienten Warennachschubprozess auf eine optimale Produkt-Availability für ihre Kunden verlassen. Mit Detegos InStore-Software bietet die RFID-Technologie den Vorteil einer Bestandsgenauigkeit und einer Verkaufsraum-Availability von bis zu 99 %. Aufgrund der großen Entfernung des Lesesignals, das ein RFID-Tag ausgibt, gab es jedoch immer Einschränkungen hinsichtlich der Fähigkeit, den genauen Standort eines Artikels zu ermitteln. Gegenwärtig ist bekannt, dass die gängigsten „Best-Practice“-Methoden, mit denen so hohe Werte erzielt werden können, eine physikalische Methode zur Abschirmung zwischen einzelnen Lagerorten umfassen, unabhängig davon, ob Folien oder Metallfarben verwendet werden. Diese übliche und kostspielige Methode der Abschirmung hat Retailer und unsere Datenwissenschaftler jedoch dazu veranlasst, sich zu fragen, was noch getan werden kann, um die Hürden auf den ersten Schritten der RFID-Reise zu verringern.

Überwindung der Gesetze der Physik

Die Datenwissenschaftler von Detego haben dieses häufige Problem diskutiert und gelöst, indem sie maschinelles Lernen und Tag-Lokalisierung verwenden, um die Funktion „Smart Shield“ zur Bestimmung des relativen Standortes einzelner Artikel zu etablieren. Bei der Entwicklung von RFID wurde das Konzept der Identifizierung einzelner Tag-Positionen nie als Möglichkeit angesehen. Die von unserem Team erzielten Innovationen und Fortschritte haben sich jedoch bereits den Gesetzen der Physik widersetzt. Unsere „Smart Shield“-Ergebnisse zeigen, dass die Leistung den Anforderungen an die physische Abschirmung in nichts nachsteht. Durch die Beseitigung dieses Hindernisses wurde eine viel schnellere und kostengünstigere Implementierung in Brick-and-Mortar-Stores ermöglicht.

Wie es funktioniert

Jedes einzelne RFID-Tag erzeugt einen bestimmten Zeit- und Signalstempel, wenn es von einem RFID-Lesegerät gelesen wird – bis mehrmals pro Sekunde. Mit den Daten, die dieser Prozess sammelt, wenden wir intelligente Algorithmen auf unsere Software an, sodass sie bei jeder Bestandsaufnahme ohne physische Abschirmung kontinuierlich lernen und die Genauigkeit verbessern kann. Früher war die „starre Lesegerät-Infrastruktur“ die einzige Methode, um einzelne Artikelstandorte ohne physische Abschirmung zu identifizieren. Um der Starrheit dieser Methode entgegenzuwirken, haben wir diesen Ansatz für Handlesegeräte modifiziert, um eine äußerst kostengünstige und skalierbare Lösung zu schaffen.

Was es bedeutet

Keine physische Abschirmung mehr – Erstens können wir einen der größten Nachteile von RFID beheben, indem wir die Notwendigkeit einer physischen Abschirmung zwischen den einzelnen Lagerorten eines Retailers beseitigen. Dabei ist „Smart Shield“ allerdings nicht das Allheilmittel, das die Notwendigkeit einer physischen Abschirmung zu 100 % beseitigt. Es wird anspruchsvolle Stores geben, bei denen Smart Shield an Grenzen stößt. Es gibt jedoch auch Stores, in denen es schwierig ist, eine physische Abschirmung anzubringen – hier kann das „Smart Shield“ Abhilfe schaffen.

Kontinuierliche Verbesserung durch künstliche Intelligenz – Die Anwendung unserer Algorithmen für maschinelles Lernen auf die Daten führt zu automatischem Lernen und zu Verbesserungen bei laufenden Bestandsaufnahmen, zu weiterer Verbesserung der Genauigkeit und der Effizienz der Store-Prozesse.

Mehr als nur „Abschirmung“ – Diese neue Fähigkeit zur Lokalisierung von RFID-Tags bietet enorme Vorteile, die weit über das Entfernen der physischen Abschirmung in Retail-Stores hinausgehen. Durch die vorhandene Infrastruktur für maschinelles Lernen, mit der wir die Positionen einzelner RFID-Tags identifizieren können, können wir die Abläufe auf folgende Weise verbessern:

  • Warennachschubberatung und Auswahllisten für E-Com-Prozesse können durch standortbasierte Sortierung optimiert werden, um den Prozess für den Store-Mitarbeiter im Lager effizienter zu gestalten.
  • Die Mitarbeiter werden nun zusätzlich beim Auffinden von Artikeln unterstützt, um den Customer Service weiter zu verbessern.

Die Verwendung der Informationen über die relativen Standorte von Artikeln kann die Effizienz von Mitarbeitern und Geschäftsprozessen in verschiedenen Funktionen in Bezug auf Logistik, Lagerhaltung und Retail drastisch steigern. Dadurch wird nicht nur deren Budget geschont, sondern auch die Markteinführungszeit verkürzt, und deren Franchise-/Großhändler-Partner erhalten einen effizienteren Prozess, der die Implementierung der neuen Technologie erleichtert.

Was steht als Nächstes an?

Die Use-Cases der RFID-Technologie sind noch weiter fortgeschritten als ursprünglich angenommen. Vom ersten Use-Case bis zu unserer Smart Shield-Funktion mit künstlicher Intelligenz. Letztere ist jetzt als Teil unserer Plattform verfügbar, und Retailer können das neue System problemlos nutzen. Dies führt sowohl im Lager als auch im Verkaufsraum zu einer Steigerung der Prozesseffizienz. Die vielleicht größte Entwicklung, die das „Smart Shield“ ermöglicht, ist die einfachere Implementierung von RFID-Systemen durch Retailer in Stores. Da sich diese noch relativ junge Technologie weiter verbessert, sind Entwicklungen wie das „Smart Shield“ weitere Schritte, um RFID in den Status Quo der Fashion-Retail-Landschaft zu integrieren, da derartige Fortschritte neue Use-Cases für die Technologie entdecken und gleichzeitig die Kosten und den Zeitaufwand für die Implementierung reduzieren.

„Die Verwendung der Informationen über die relativen Standorte von Artikeln kann die Effizienz von Mitarbeitern und Geschäftsprozessen in verschiedenen Funktionen in Bezug auf Logistik, Lagerhaltung und Retail drastisch steigern. Zusammen mit Funktionen, die die Kosten für ein Rollout erheblich senken, werden Retailer eine noch schnellere Markteinführungszeit erleben und die Möglichkeit haben, Franchise-/Großhändler-Partnern die RFID-Funktionen in vollem Umfang zu niedrigen Kosten anzubieten.“

Dr. Michael Goller – CTO Detego

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Planogramme: Planung und Umsetzung


Hinter Planogrammen stand immer schon die Absicht, die Warenverfügbarkeit zu optimieren und damit den Verkauf gezielt anzuregen. Unter dem Begriff Planogram verbergen sich genau genommen zwei Dinge: Einerseits das tatsächliche „Merchandising“, also wie welche Artikel auf der Fläche präsentiert werden und andererseits eine Maßgabe, welche Artikel, Farben und Größen in welcher Stückzahl auf der Verkaufsfläche liegen sollen, um der Nachfrage bestmöglich nachkommen zu können.

Das Merchandising und das eigentliche Planogram greifen im Idealfall perfekt ineinander: Ein Kunde fühlt sich durch die Präsentation angesprochen – und die Artikel sind auch ausreichend in der passenden Größe verfügbar. In der Realität zeigt sich aber meist ein anderes Bild.

Planogramm – Merchandising

Planogramm – Mengen und Prioritäten

Ansprechend präsentiert und in den richtigen Größen verfügbar

Konkret ergeben sich für Retailer zwei Fragestellungen: 1. Wie kann ich für meine Stores ein „optimales“ Planogramm mit exakt passenden Größenkurven definieren und 2. wie kann der Nachfüllprozess in den Stores gestaltet werden, damit der Plan operativ auch möglichst effizient umgesetzt werden kann?

Detego InStore hilft bei beiden Fragestellungen gezielt durch Künstliche Intelligenz und RFID-unterstützte Prozesse in der Filiale. Da die manuelle Pflege des Planogramms pro Store enorm aufwändig werden kann, setzen wir auf Machine Learning Verfahren um eine exakt für den Store optimierte Größenkurve über alle Artikel zu definieren. Das spart einerseits enorm viel Zeit in der Planung und geht andererseits auch auf die laufende Dynamik in den einzelnen Stores ein. Das selbstlernende System passt sich an die – sich möglicherweise verändernden – Bedingungen an und optimiert den Plan laufend.

Beim operativen Prozess im Store greift Detego InStore den Mitarbeitern ebenfalls gleich mehrfach kräftig unter die Arme: Die Software bietet zwei Kenngrößen, die jederzeit Auskunft über die Warenverfügbarkeit geben, und damit zu enorm wichtigen KPIs werden:

  1. Die On-Floor Availability: Der Prozentsatz aller in der Filiale verfügbaren Artikel, die aktuell auf der Fläche ausgestellt werden.
  2. Die Planogram Compliance: Gibt darüber Auskunft, wie gut das Planogramm mit seinen individuellen Größenkurven auf der Verkaufsfläche repräsentiert ist.

Sinkt eine der beiden Kenngrößen unter bestimmte Schwellwerte besteht Handlungsbedarf: Detego InStore bietet als Ergänzung zu klassischen ERP-Systemen eine Granularität in den Filialen, die sofort sichtbar macht was nicht auf der Verkaufsfläche, wohl aber im Lagerraum liegt und damit nachgefüllt werden kann, um den zuvor erstellten Plan zu erfüllen. Store-Betreiber profitieren damit von einem komplett geführten Prozess für Planung und Umsetzung. Eine zusätzliche Erleichterung: Artikel im Nachfüllvorschlag lassen sich in der App auch so sortieren, dass die Suche im Lagerraum möglichst effizient gestaltet wird, indem Laufwege minimiert werden.

Der Regalplatz wird damit für Topseller effizient genutzt und nicht an Größen, die selten bis gar nie nachgefragt werden verschwendet. Detego InStore macht mit seinen selbstlernenden Komponenten damit einen pro Filiale realistischen und relevanten Mengenvorschlag für alle Artikelgrößen und erleichtert die Umsetzung im täglichen Prozess – relevante Kenngrößen zur Messung der Performance inklusive. Und sollte eine bestimmte Größe einmal in einer Filiale tatsächlich nicht verfügbar sein, bietet Detego InStore eine exakte Bestandssicht auf umliegende Filialen – Möglichkeit zur Reservierung inklusive.

Vorteile für den Händler:

  • Individuell optimiertes Planogramm im Store
  • Effiziente Regalflächennutzung gemäß Größen-Bestseller in der jeweiligen Filiale
  • Geführte Prozesse: Von der Planung bis zum eigentlichen Nachfüllen
  • KPIs liefern Aussagen zur Operational Excellence im Store – in Echtzeit

Vorteile für den Endkunden:

  • Hohe Warenverfügbarkeit in lokal gängigen Größen
  • Positive Customer-Journey durch verfügbare Artikel
  • Insgesamt erhöhte Warenverfügbarkeit durch exakte Bestandsdaten über alle Filialen – inkl. Reservierungsmöglichkeit

„Indem wir das Größenprofil einzelner Artikel individuell pro Filiale optimieren und den Nachfüllprozess enorm vereinfachen, bieten wir Händlern Werkzeuge, die ihm die Planung und Umsetzung der optimalen Warenpräsentation erleichtern und damit gezielt dabei helfen, seine Umsätze zu steigern.“

Dr. Michael Goller, CTO bei Detego

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Alle Verkäuferinnen sind gerade im Gespräch. Eine neue Kundin betritt den Store. Sie hat nur eine Frage – das dauert nicht lange. Doch leider hat gerade niemand Zeit für sie, dabei möchte sie nur wissen „ob der Rock im Schaufenster auch noch in ihrer Größe vorrätig ist…“. Sie sucht kurz auf der Verkaufsfläche, findet nichts … und verlässt ungeduldig den Laden.

Mit künstlicher Intelligenz die Service Qualität im Store hochfahren

Mit digitalen Verkaufs-Assistenten lassen Händler ihre Kunden nicht länger „stehen“, schon gar nicht warten und entlasten gleichzeitig ihr Verkaufspersonal. Chatbot Detega empfängt Kunden via Smartphone und beantwortet „erste“ Fragen: Gibt es den Artikel noch in meiner Größe? Wo finde ich ihn? Was kostet er? Und welche Accessoires passen dazu? Ist ein Artikel nicht mehr vorrätig, unterbreitet Detega Vorschläge, z.B. ihn aus dem Online-Shop in die Filiale zu schicken oder auf Wunsch auch direkt nach Hause.

Empfehlungen für mehr Consumer Engagement

Wenn eine Verkäuferin Zusatz-Artikel im Verkaufsgespräch anpreist, kann das schnell nach hinten losgehen. In der Customer Experience können diese Empfehlungen auch schnell als „aufdringlich“ empfunden werden und der Store zukünftig deshalb gemieden werden. Schlägt aber ein Chatbot einen Artikel vor, den der Kunde auch ganz klar als Zusatzkauf wahrnimmt, wird er kein Problem haben, „Nein“ zu sagen. Mit einem schnellen „Swipe“ ist das Angebot ausgeschlagen, bzw. zu einem anderen gesurft, das den eigenen Geschmack besser trifft. Chatbots ermöglichen einen unverbindlichen und doch personalisierten Verkaufsdialog – ganz so, wie Kunden ihn aus dem Online-Shopping kennen.

Detega Video – Verkaufsdialog, bevor ein Store Mitarbeiter/in übernimmt

Der Einsatz digitaler Verkaufsassistenten. Vorteile für den Händler

Detega…

  • nimmt den Verkaufsdialog über das Smartphone auf, sobald der Kunde den Store betritt und in Dialog treten will
  • informiert das Store Personal dem Kunden bestimmte Artikel zu bringen
  • pusht Verkäufe durch „live“ Discounts
  • bringt die Online-Erfahrung in den Store
  • aktiviert Cross-Selling durch Browsen im Vollsortiment
  • empfiehlt nur Artikel, die auch auf der Fläche verfügbar sind
  • ergänzt und entlastet das Store-Personal
  • vertieft das Markenerlebnis
  • stellt Daten über Kundencluster und deren präferierte Artikel-Kombinationen zusammen
  • interagiert auch nach dem Besuch in der Filiale weiterhin mit dem Konsumenten und informiert über neue Angebote
  • biete auch nach dem Kauf Services, wie z.B. Reservierungen in der Filiale

Die Nutzung digitaler Verkaufsassistenten. Vorteile für den Endkunden:

Detega…

  • hilft bei der Entscheidungsfindung mit Informationen und Services
  • gibt sinnvolle Produkt-Empfehlungen wie z. B. beliebte Artikel, Bestseller, preislich attraktive Artikel oder Produktvarianten
  • lernt dank KI* dazu und wird immer präziser mit ihren Vorschlägen
  • bietet dem Kunden Self-Service über über dessen Smartphone – natürlich per Opt-In
  • verbindet das Online-Einkaufserlebnis mit dem stationären Handel
  • antwortet sofort. Kunde wird nicht „stehengelassen“ und muss nicht warten
  • gibt Auskunft in Echtzeit
  • informiert das Store Personal um Artikel zu bringen
  • ermöglicht Kunden durch das Vollsortiment zu browsen
  • garantiert eine unvergessliche Shopping-Erfahrung
  • übergibt zur weiteren Beratung an einen realen Verkäufer/in

„Am Point-of-Sales holt der Chatbot digital orientierte Zielgruppen über ihr Smartphone ab und übergibt sie in die persönliche Betreuung durch Store-Mitarbeiter, sobald es der Verkaufsprozess erfordert.“

Dr. Michael Goller über die neue Teamarbeit im Store

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Personalisierte Angebote prägen die Trends 2018

Sportschuhe selbst konfigurieren, Outfits nach eigenen Vorstellungen designen, individuelle Angebote nach persönlichem Käuferprofil erhalten; im Fashion Retail stehen 2018 die Zeichen vermehrt auf Personalisierung. Im e-Commerce hinterlassen Kunden seit Jahren ihre Präferenzen und genießen damit die Vorzüge nur Artikel nach ihren Vorlieben angeboten zu bekommen. Mit neuen Technologien ist der stationäre Handel nun auch in der Lage, Kunden gemäß ihrer Präferenzen sehr gezielt zu bedienen. Chatbots, Internet-der-Dinge (IoT), offene IT-Plattformen und Augemented Reality kommen 2018 ff verstärkt und sehr praxistauglich in den Stores an.

Trend #1 Personalisierung

Marken Retailer, die es schaffen, personalisierte Angebote und Services zu unterbreiten, werden laut Boston Consulting Group mit 6–10 % mehr Umsatz rechnen können.Der Trend schwappt über den Online-Handel in die Stores. Händler, die im Ladengeschäft ganz speziell auf einen Kunden zugeschnittene Produkte oder Services anbieten machen das Geschäft. Außerdem wünscht der Kunde die Freiheit, eigene Kreationen zu erstellen, um gerade bei Markenartikeln einer bestimmten Individualität Ausdruck zu verleihen. Die zunehmende Digitalisierung des Konsumenten erleichtert es dem Händler Informationen über Kaufpräferenzen zu gewinnen. Das Internet-der-Dinge und Artificial Intelligence (AI) unterstützen den Händler dabei, die optimale Personalisierung zu realisieren.

Trend #2 Chatbots

Artificial Intelligence (AI) setzt sich als starker Trend in sehr konkreten Anwendungen für Händler und Konsumenten fort. Mit dem Kunden über dessen Smartphone in Interaktion zu treten und ihm personalisierte Services anzubieten, sorgt für immer intelligentere Chatbots auf der Verkaufsfläche. Sie sollen durch eine Reihe von Features einen unverwechselbaren Mehrwert für Kunden schaffen. Der Chatbot beantwortet Fragen zu Kleidungsstücken, unterstützt das Verkaufspersonal durch eine Überbrückung von Wartezeiten und hält den Kunden so im Store. Chatbots bringen eine Intelligenz in den stationären Handel, die Kunden bereits aus dem Online-Geschäft kennen. Der virtuelle Assistent kommuniziert dabei mit Systemen im Hintergrund und kann eine tatsächliche Warenverfügbarkeit anzeigen oder passende Styles empfehlen. Chatbots sind in der Lage, Kundencluster zu bevorzugten Bekleidungs-Kombinationen zu erstellen – so werden Empfehlungen persönlich und relevant für den Shopper.

Trend #3 Internet-of-Things (IoT)

IoT bleibt auch in 2018 das große Thema für den Store und kommt auf eine sehr konkrete Nutzenebene für Händler und Konsumenten. Devices, die im Store miteinander kommunizieren, bringen eine Reihe von Vorteilen: Unter anderem lassen sich gewonnene Daten über beliebte Artikel, Kombinationen von Artikeln, Kaufpräferenzen, anprobierte, aber nicht gekaufte Artikel und Warenbewegungen auf der Verkaufsfläche in Form von Kaufempfehlungen für den Kunden aufbereiten. IoT kommt eine wesentliche Rolle im Marketingbestreben nach Consumer Engagement zu: Dem Kunden als Hauptdarsteller, Markenbotschafter, Partner und Zukunftsmacher wird mit mehr personalisierten Angeboten begegnet werden.

Trend #4 Augmented Reality

Um Kunden emotional zu involvieren und ihre Markenerfahrung zu bereichern, werden Einzelhändler verstärkt die Vorteile von Augmented-Reality nutzen. Diese Technologie unterstützt dabei, die Lücke zwischen e-Commerce und stationärem Handel zu schließen und den Verbrauchern ein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg zu bieten. Der Kunde, der seine Shopping Journey online beginnt, soll auch das Ladengeschäft besuchen. Um das zu erreichen, wird der stationäre Handel zukünftig vermehrt Augmented Reality und Location Based Services nutzen. Ist er in der Shoppingmeile angekommen, kann der Händler über 3D-Maps Standorte seiner Stores auf das Smartphone des Konsumenten „pushen“. Dabei werden dessen Einkaufs-Präferenzen berücksichtigt. Im nächsten Schritt wird dieser Service für Artikel-Präferenzen und deren Verfügbarkeit in den nächstliegenden Stores weiterentwickelt werden. Dies verspricht großen Nutzen für den Anwender: Per Smartphone kann er beispielsweise gezielt Stores in Fußgängerzonen lokalisieren, die gesuchte Artikel tatsächlich auch verfügbar haben. Im Bekleidungshandel meint das speziell den Store, in dem der gesuchte Artikel in der eigenen Konfektionsgröße (schneller) zu finden ist. Dazu werden den Kunden Echtzeit-Bestandsdaten angezeigt, um eine positive Online-Offline-Einkaufserfahrung herzustellen. Da sich Augmented Reality rasant verbessert, prognostizieren Analysten, dass der Einzelhandel einer der größten Begünstigten dieser Technologie sein könnte.2

Trend #5 Open Platforms

Die zukünftigen Retail IT-Landschaften müssen so flexibel sein, wie die Konsumenten selbst. Offene Plattformen ermöglichen eine schnelle Entwicklung neuer Lösungen und bieten On-Demand Cloud Services für außergewöhnliche Einkaufserlebnisse. Sie ermöglichen Händlern die Kombination eigener und Dritt-Software-Applikationen genauso, wie Services je nach Anforderung auf- und abzuschalten. Die Nachfrage nach einer größeren Flexibilität, Kundenwünsche in der Zukunft zu erfüllen, wird den Trend zu „Open Platforms“ massiv forcieren und die Systemlandschaften nachhaltig verändern.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Der Hype um Cloud-basierte Systeme hält an: Kaum ein Software-System, das nicht den Schritt in die Cloud gemacht hat. Viele Anwendungen, speziell im geschäftlichen Umfeld, setzen dabei auf ein „Infrastructure-as-a-Service“ oder „Platform-as-a-Service“-Modell, bei dem bestehende Lösungen einfach bei einem großen Cloud-Anbieter gehostet und betrieben werden.

Daneben gibt es auch „Software-as-a-Service“ Lösungen, die im Prinzip die Nutzung einer Software gegen eine monatliche Gebühr (bei garantierter Verfügbarkeit und Performance) beinhalten.

Unabhängig vom tatsächlich gewählten Modell: Die Cloud bietet gerade für Retail-Unternehmen enorme Vorteile, besonders im Hinblick auf eine RFID-basierte Bestandsverwaltung.

Vorteile der Bestandsanalyse in der Cloud

  • IT-Infrastruktur muss nicht vom Retailer betrieben (gewartet) werden. Konzentration aufs Kerngeschäft
  • Geringere Kosten: im Vergleich zum Eigenbetrieb
  • Flexibilität z.B. Filialeröffnungen oder Pop-up Stores: schnelle Inbetriebnahme oder Schließung
  • Einfachere Integration in bestehende Systeme: standardisierte, offene APIs

Intelligente Auswertung vieler Daten

Im Vergleich zum herkömmlichen Bestandsmanagement bringt der RFID-basierte Ansatz aus Systemsicht vor allem eins: Mehr Daten. Häufige, sogar permanente und in Echtzeit laufende Bestandserfassung und das Tracken jeder einzelnen Warenbewegung erzeugen um eine Größenordnung mehr Datenpunkte als bisher. Mehr Daten allein sind nicht unbedingt ein Vorteil, müssen aber natürlich irgendwo verarbeitet und gespeichert werden. Neben dem – tatsächlich fast unbegrenzten – Speicherplatz bieten cloud-basierte Systeme hier einen weiteren, entscheidenden Vorteil: Zum einen steht für komplexe und rechenintensive Verarbeitungsschritte ausreichend Rechenkapazität zur Verfügung, die „bei Bedarf“ einfach und automatisiert aktiviert werden kann („Scaling Up“ und „Scaling Out“). Zum anderen wird in Cloud-basierten Systemen die Anwendung moderner Algorithmen wie „Machine Learning“-Verfahren deutlich vereinfacht, um aus operativen Daten auch tatsächlichen Nutzen ziehen zu können.

Was verraten die Daten?

Damit erhalten Retailer „Zugriff“ auf ein breites Portfolio von Analysewerkzeugen, Algorithmen und die dafür notwendige Infrastruktur, ohne selbst Spezialist im Aufbau und Betrieb komplexer Systeme und Tools für die groß angelegte Analyse von Daten werden zu müssen. Klingt abstrakt? Die folgenden Beispiele zeigen konkrete Anwendungsfälle:

Analyse der Performance einzelner Artikel:

Während die klassische Analyse sich vor allem auf Verkaufsdaten beschränkt, ermöglichen neue Technologien einen weitaus tieferen Einblick in das, was in der Filiale basiert. So lassen sich mit RFID-basierter Bestandsverwaltung neben Verkaufsdaten noch weitere Kenngrößen exakt messen und in Zusammenhang bringen. Daraus abgeleitet ergeben sich Einflussfaktoren mit denen bestimmt wird, in welcher Filiale die Verkaufswahrscheinlichkeit für bestimmte Artikel tatsächlich am höchsten ist. Das Ergebnis der Analyse? Einfach zu folgende Empfehlungen für den Mitarbeiter im Store, um die Potentiale der Verkaufsfläche optimal zu nutzen. Er erhält sie direkt auf sein Smartphone und bearbeitet sie dann, wenn er gerade Zeit hat.

Rohdaten aus dem Filialnetz – Ableiten aussagekräftiger KPIs – Verarbeitung und Rückmeldung an den Store.

Auswertung periodischer Inventur-Daten:

Die klassische Inventur: Ein nicht gerade beliebter Prozess, der 1-2 mal pro Jahr durchgeführt werden muss. Ein RFID-basiertes System macht daraus ein Kinderspiel.  Grund genug, die Frequenz zu erhöhen um damit eine höhere Datengenauigkeit zu erreichen. Dass dabei eine Unmenge an Daten anfallen, erklärt sich von selbst. Damit ergeben sich schnell mehrere Tausend Inventurdatensätze pro Jahr. In diesen Datensätzen steckt aber weit mehr als die klassischen Differenzen, die im ERP-System bereinigt werden müssen: Eine zielgerichtete Analyse lässt schnell Trends über problematische Artikel erkennen und erlaubt damit rechtzeitiges Gegensteuern. Auch was den operativen Prozess angeht, können smarte Algorithmen zusätzliches Potential heben: Der klassische Ansatz von „einmal RFID-Inventur pro Woche“ ist auch nicht unbedingt in jeder Filiale optimal oder notwendig. Detego InReports schlägt den idealen Zeitpunkt für die Inventur vor und kann sogar voraussagen, wie viele Mitarbeiter dafür benötigt werden, um den Prozess in der gewünschten Zeit durchzuführen. Eine Unterstützung, wo es Sinn macht.

Die beschriebenen Szenarien zeigen konkret, wie aktuelle Verfahren und Algorithmen aus der Welt der Datenanalyse – geschickt auf Bestandsdaten angewendet – operativen Nutzen aufzeigen können.

Während dies konzeptionell vielleicht einfach klingt, ist die praktische Umsetzung aufgrund der zu verarbeitenden Datenmengen und der Komplexität der eingesetzten Verfahren alles andere als ein Kinderspiel. Spezialisierte Systeme, die die Vorteile der Cloud nutzen, schaffen hier Abhilfe und helfen Retailern so sehr schnell zu Erkenntnissen, die durch Daten untermauert sind. Das Ganze erhalten Sie in einer skalierbaren Infrastruktur, die durch ein SaaS-Modell einfach kalkulierbare Kosten mit sich bringt.

Was Händler beachten sollten

Neben all den Vorteilen gibt es beim Einsatz Cloud-basierter Systeme aber natürlich auch Aspekte, die ein Umdenken erfordern und eventuell sogar Änderungen in der bestehenden Infrastruktur notwendig machen.

 

Infrastruktur

Achten Sie bei der infrastrukturellen Ausstattung Ihrer Stores auf ausreichend Bandbreite, damit Sie Stores-Anwendungen in der Cloud mit zufriedenstellender Performance betreiben können und Internet-Uplinks für heutige und zukünftige Anwendungen ausreichend dimensionieren.

 

Datenerfassung im Store

Stellen Sie sicher, dass ihre Stores optimal mit WLAN ausgeleuchtet sind. Kunden erwarten dies heute als selbstverständlichen Service. Nicht nur der Shopper selbst interagiert während des Einkaufsvorgangs mit seinem Smartphone, Begleitpersonen tun dies ebenfalls. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt, um Kunden im Store zu halten und auch neue Services anzubieten.

 

„Shared“ versus „Dedicated“-Cloud-Umgebungen

Viele Software-Pakete erlauben den Betrieb entweder in einem sogenannten „Shared Environment“, bei dem man sich Ressourcen mit anderen Unternehmen teilt, oder in einem „Dedicated Environment“, die exklusiv für einen bestimmten Kunden betrieben wird. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Während „Shared Environments“ in der Regel günstiger im Betrieb sind, bestehen gewisse Abhängigkeiten, z.B.: im Hinblick auf die Performance oder auch die Möglichkeiten von Software-Anpassungen an eigene Bedürfnisse. „Dedicated Environments“ bieten hier meist mehr Flexibilität, bringen aber in der Regel auch höhere Kosten mit sich.

 

Lock-in auf einen Cloud-Provider

Vorteilhaft sind Cloud-Softwarepakete, die man jederzeit von einer Cloud zu einer anderen Cloud transferieren kann, sofern dies notwendig wird. So umgeht man eine langfristige Abhängigkeit zu einem der klassischen Cloud-Anbieter, wie z.B. Amazon, Google, Microsoft und Co. Achten Sie also bei der eingesetzten Software vor allem darauf, dass sie nicht mit einem bestimmten Anbieter „verheiratet“ ist, sondern flexibel auch bei einem anderen Provider betrieben werden kann.

Fazit

In Ihren Bestandsdaten schlummert weit mehr, als in der Regel durch die jährliche Analyse der Inventurdifferenzen oder die Analyse der Verkaufsdaten zu Tage gefördert wird. Die Kunst neben der Datenerhebung ist es, passende Verfahren auf die Daten anzuwenden – eine Aufgabe, bei der eine Cloud-basierte Architektur unschlagbare Vorteile bietet.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Auch wenn wir an dieser Stelle die Namen unserer Retail-Kunden, die sich für Detego InStore Lean Edition entschieden haben, leider nicht veröffentlichen dürfen, die Gründe, die zahlreiche internationalen Fashion Retailer dazu bewogen haben, ihre Stores mit unserer Lean-Lösung auszustatten, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

 

  1. Eine Lösung, die innerhalb von STUNDEN produktiv ist:
    Nicht erst nach Wochen oder Monaten, keine komplexe IT-Integration
    oder umständliche Implementierung.

 

  1. Effekte für den Store sind sofort wirksam:
    Bestandsgenauigkeit und Regalverfügbarkeit auf > 98%.

 

  1. Intuitive, geführte Prozesse:
    Store Mitarbeiter werden schnell und ohne Trainingsbedarf über ein Smartphone durch alle relevanten Store-Prozesse geführt. Eine schlanke, intuitiv bedienbare Applikation unterstützt und entlastet das Store-Personal aktiv bei seiner täglichen Arbeit.

 

  1. Unschlagbare Flexibilität für Fashion Retailer:
    Egal, ob eigene Stores, Franchise, Großhandel oder Shop-in-Shop-Flächen: Detego InStore Lean Edition passt für alle und liefert einen schnellen ROI.

 

  1. Skalierbarkeit:
    Mit wenigen Stores starten und auf hunderte oder tausende über einen klar definierten Pfad skalieren. Beginnend mit den Funktionen der Lean Edition, die Bestandsgenauigkeit und Regalverfügbarkeit sicherstellen, können später mit der Full Edition weitere Funktionen aufgesetzt werden, z.B. Retail Analytics, effiziente Omnichannel Services und Consumer Engagement Applikationen. Auch ein voll integriertes Bestandsmanagement über die gesamte Supply Chain ist jederzeit möglich.

 

Gerne skizzieren wir auch für Ihr Unternehmen – in einem unverbindlichen Beratungsgespräch – einen möglichen Schnelleinstieg in den digitalen Store. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einem oder mehreren Stores schnell starten können, was vorbereitend zu tun ist, welche Effekte Sie erwarten können und zu welchem Budget. Wenn Sie sich gerne von Ergebnissen überzeugen lassen, dann sollten wir uns unterhalten. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen.

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