Zusammenfassung des britischen Projekts von Reiss und Detego

Die Luxusmarke Reiss arbeitet seit fast 50 Jahren in Großbritannien und ist mit 160 Geschäften weltweit vertreten. Ihr Ruf für Qualität und Service ist das, was sie auszeichnet, und es wurde erkannt, dass im modernen Umfeld, um ihre Kunden auf höchstem Niveau zu bedienen, starke digitale Grundlagen erforderlich sind.

Um dies zu erreichen, hat Reiss zunächst die  Detego-Plattform in seinen 50 britischen Filialen implementiert. Die Digitalisierung der Lagerbestandsanzeige sowie die Verbesserung der Genauigkeit des Lagerbestands in allen Filialen standen im Vordergrund, da diese eine wichtige Grundlage für zukünftige Projekte darstellen und es ihnen ermöglichen würde, seinen Kunden weiterhin ein hohes Serviceniveau zu bieten.

Der Einführungsprozess wurde in 8 Monaten abgeschlossen und hat seitdem zu einer Lagergenauigkeit von 99 % in den Filialen und einer damit einhergehenden Umsatzsteigerung von 4 % geführt.

 

Die Herausforderung:

Als Reaktion auf die sich verändernden Kundenerwartungen wollte Reiss eine „digitale Transformation“ seines Lagerbestands beginnen, um die Genauigkeit, Effizienz und Sichtbarkeit des Lagerbestands für das wachsende Omnichannel-Portfolio sicherzustellen.

Die Lösung:

Reiss begann mit der RFID-Kennzeichnung einzelner Produkte an der Quelle, wobei jedem Artikel eine eindeutige digitale ID zugewiesen wurde, die über Funkwellen aus einer Entfernung von mehreren Metern lesbar ist. Anschließend implementierten sie die in der Cloud gehostete Software zur Bestandsverwaltung von Detego in seinem gesamten Filialnetzwerk, um Filialprozesse mit schnellen und effizienten RFID-Methoden zu digitalisieren. Dies bedeutete, dass sie eine genaue tägliche Bestandsaufnahme ihrer Geschäfte durchführen konnten, anstatt nur einige wenige pro Jahr durchzuführen.

Das Ergebnis:

Reiss verzeichnete in seinen Filialen einen Anstieg der Lagerbestandsgenauigkeit auf 99 %, was zu einem Umsatzanstieg von 4 % führte. Darüber hinaus haben sie jetzt eine vollständige und genaue digitale Ansicht des Lagerbestands in ihrem Filialnetz. Dies bedeutet nicht nur, dass die Reiss-Mitarbeiter jederzeit genau wissen, was sich in ihren Filialen befindet, sondern auch, dass dies eine solide Grundlage für die zukünftige Expansion in die digitale Arena ist.

4 % Umsatzsteigerung

99 % Lagergenauigkeit

Reiss store

Die Schritte zum RFID-Erfolg

Best-Practice-Implementierung

Detego arbeitete mit Reiss zusammen, um deren Geschäftsziele zu verstehen und einen schrittweisen Ansatz für den Einsatz von RFID zu implementieren. Ein erstes Pilotprojekt mit 5 Filialen ermöglichte es Reiss, die Auswirkungen auf die Prozessveränderung zu verstehen und gleichzeitig den Beteiligten den Geschäftsvorteil nachzuweisen. Anschließend ermöglichten unser Professional Services-Team und unsere Cloud-Lösung einen effizienten Einführungsprozess für die verbleibenden britischen Filialen. Reiss konzentrierte sich zunächst auf die Grundlagen der Lagergenauigkeit und Produktverfügbarkeit für seine Kunden. Auf diese Weise können sie nach dem Erfolg dieser ersten Implementierung die Grundlagen für neue Dienste und Funktionserweiterungen legen.

Transformation der Bestandsaufnahmen

Mit der Anwendung live in den Läden führen die Reiss-Mitarbeiter nun täglich Bestandsaufnahmen durch, anstatt nur einige Male im Jahr. Dies kann aufgrund der Geschwindigkeit und Einfachheit einer Detego-Bestandsaufnahme erfolgen. Da RFID-Lesevorgänge ohne direkte Sichtverbindung und in einer Entfernung von mehreren Fuß durchgeführt werden können, können Reiss-Mitarbeiter die Zyklen ihrer gesamten Filialen in etwa 30 Minuten zählen. Tägliche Bestandsaufnahmen führen natürlich zu einer höheren Genauigkeit. Die Tatsache, dass die Detego-Bestandsaufnahme menschliche Fehler beseitigt und auf einer benutzerfreundlichen mobilen App angezeigt wird, bedeutet, dass Reiss nahezu perfekte Bestandsgenauigkeiten erzielt.

„Die Verwendung der Detego-App hat unsere täglichen Prozesse erheblich verbessert. Eine tägliche Bestandsaufnahme im Gegensatz zu nur zweimal im Jahr optimiert die Genauigkeit unserer Bestandsdatei und den Nachschubprozess erheblich.“

Giorgio Leone-Mazza, Reiss Store Manager

Lagergenauigkeit

Durch die Implementierung der Detego-Plattform verfügt Reiss nun über eine durchschnittliche Bestandsgenauigkeit von 98 % in den Filialen. Dies hat enorme Auswirkungen auf Reiss und seine Kunden. Die Lagerbestände der Reiss-Filialen im Warenlager sind sehr gering und werden direkt aus dem zentralen DC aufgefüllt. Eine genaue Bestandsanzeige ist in einem solchen System von entscheidender Bedeutung, da Ungenauigkeiten eine falsche Auffüllung bedeuten, die zu Fehlbeständen und zu unzufriedenen Kunden führt. Mit einer Genauigkeit von nahezu 100 % kann Reiss sicher sein, dass seine Waren mit absoluter Präzision eingesetzt werden.

Mit sehr wenigen Ungenauigkeiten werden Kunden selten enttäuscht, wenn Artikel nicht verfügbar sind, und sie können ihre Kunden weiterhin mit dem Service bedienen, für den sie seit fast 50 Jahren bekannt sind.

Die Waren von Reiss selbst sind nach den Kunden das zweitwichtigste Gut. Daher ist es wichtig, sie so effektiv wie möglich einzusetzen. Eine genaue Bestandsanzeige ist der einzige Ort, an dem dies beginnen kann, und sie stellt sicher, dass Saisonende-Abschläge vermieden werden, wenn der Bestand für eine Saison aufgrund von Ungenauigkeiten verloren geht.

„Wir scannen jeden Tag und erhalten die Genauigkeit des Lagerbestands, den wir im Geschäft haben, in ungefähr 35 Minuten.“

Manisha Hassan, Reiss Store Manager

Der Weg zu Omnichannel

Eines der wichtigsten langfristigen Ziele von Reiss für die Technologie-Investitionen war es, ein Omnichannel-Erlebnis der Spitzenklasse zu bieten, den Kunden mehr Warenbestand zur Auswahl zu stellen und die Filialen als Miniatur-Vertriebszentren zu nutzen. Eine hochgenaue Bestandsanzeige ist eine unabdingbare Voraussetzung für ein gutes Angebot an Omnichannel-Diensten. Ungenaue Bestände bedeuten ungenaue Omnichannel-Dienste. Mit einer Genauigkeit von nahezu 99 % wird Reiss in der Lage sein, Dienste wie Click and Collect sowie die Händlerintegration (Ship from Store) zuverlässig bereitzustellen.

Die Waren von Reiss selbst sind nach den Kunden das zweitwichtigste Gut. Daher ist es wichtig, sie so effektiv wie möglich einzusetzen. Eine genaue Bestandsanzeige ist der einzige Ort, an dem dies beginnen kann, und sie stellt sicher, dass Saisonende-Abschläge vermieden werden, wenn der Bestand für eine Saison aufgrund von Ungenauigkeiten verloren geht.

„Das RFID-Projekt bei Reiss konzentrierte sich auf Einfachheit und Genauigkeit zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Zyklus, wobei Software als Basis verwendet wurde.“

Martin Schofield, CEO Retail 247

Reiss RFID with Detego

Did we spark your interest?

(Eine Einführung in die Kombination von KI und RFID finden Sie in diesem Artikel.)

Wenn es darum geht, künstliche Intelligenz (KI) und Radiofrequenz-Identifikation (RFID) für die Prozessoptimierung im Einzelhandel einzusetzen, so liegen den meisten Use Cases Entscheidungen auf der Ebene der Geschäftsführung oder der Unternehmenszentrale zugrunde. Dazu gehören Automatisierungsfunktionen wie Store-Planogramme und Bestandsoptimierung zwischen Stores.

Die KI kann im Einzelhandel jedoch auch eine Auswirkung auf einer niedrigeren und alltäglicheren Ebene haben, zum Beispiel, indem sie die Store-Mitarbeiter in einer ihrer häufigsten täglichen Routinen unterstützt – dem Nachfüllen von Lagerbestand.

Mithilfe von RFID und Analysen der Lagerbestände können wir KI-Auswahllisten erstellen, anhand derer die Mitarbeiter durch den Nachfüllprozess geleitet werden, wobei dieser optimiert wird. Zur Erstellung dieser Auswahllisten kombinieren wir nicht nur RFID-Technologie und KI-Algorithmen, sondern nutzen auch bereits vorhandene RFID-Prozesse, die Ihre Mitarbeiter schon heute unterstützen. All dies zusammen macht das Nachfüllen zum Kinderspiel.

Fangen wir von vorne an.

RFID-basierte Bestandsaufnahme und -nachfüllung – das Rückgrat der modernen Bestandsverwaltung

Mit RFID können die Mitarbeiter des Stores schnell und einfach regelmäßige (oft tägliche) Cycle-Counts des gesamten Stores durchführen. Sie tun dies, indem Sie ganz einfach mit einem Handlesegerät durch den Lagerraum und die Verkaufsfläche laufen, wobei dieses Artikel zählt, die sich mehrere Meter voneinander befinden. Eine RFID-Anwendung oder -Software wie die Detego-Plattform vergleicht dann die tatsächlichen Lagerbestände in der Verkaufsfläche mit den gewünschten Beständen (z. B. Planogramm) und teilt dem Personal genau mit, was aus dem Lagerraum nachgefüllt werden muss.

Stock Take and Replenishment
Replenishement in the Detego Mobile App

Alles, was wir bisher beschrieben haben, basiert vollständig auf RFID und ist der Standardprozess für RFID im Einzelhandel. Dies ist bereits viel einfacher und genauer als herkömmliche Methoden, ganz zu schweigen von der tatsächlichen Auswirkung der Technologie wie höherer Bestandsgenauigkeit und Produktverfügbarkeit. Aber warum sollten wir uns damit zufrieden geben?

Noch einen Schritt weiter – KI-Auswahllisten für das „Mapping” des perfekten Nachfüllpfads

Auch mit der Unterstützung von RFID bleibt die Verantwortung für das Nachfüllen von Artikeln meist bei den Store-Mitarbeitern, die die Aufgabe mithilfe einer von der Anwendung bereitgestellten Liste selbst erledigen. Diese Auswahllisten werden häufig nur nach Produktmerkmalen wie Name oder Preis sortiert. Da Lagerräume in größeren Stores relativ groß oder in kleineren dicht gepackt sein können, kann der „Auswahlpfad“ der Mitarbeiter unglaublich sporadisch sein. Schlimmer wird es noch, wenn neue Mitarbeiter das genaue Layout des Lagerraums nicht kennen oder wenn selbst erfahrene Mitarbeiter sich nicht mehr auskennen, weil der Lagerbestand zu Beginn einer neuen Saison einfach anders organisiert oder aktualisiert wurde.

Current Pick Paths

Durch die Verwendung neuer Tag-Lokalisierungstechniken ist es nun möglich, Artikel basierend auf ihrer Position im Verhältnis zueinander aufzufinden. Dies geschieht während der bereits stattfindenden regelmäßigen RFID-Bestandsaufnahmen unter Verwendung von Data Mining- und Machine Learning-Pipelines, ohne dass zusätzliche Hardware oder spezielle Tags erforderlich sind. Basierend auf diesen Informationen können wir automatisierte KI-Auswahlpfade erstellen, die mithilfe einer mobilen Anwendung die Mitarbeiter durch den Nachfüllprozess führen und die effizienteste Reihenfolge für die Abholung von Artikeln angeben.

AI Pick Paths

Im vorgenannten Beispiel sollen Mitarbeiter den schnellstmöglichen Nachfüllpfad erkennen können, weshalb zur Berechnung der Auswahlliste ausschließlich der Abstand der Artikel zueinander verwendet wird. KI-Auswahllisten können die Nachfüllliste jedoch auf verschiedene Arten zusammenstellen, je nachdem, worauf der Store sich konzentrieren möchte.

Nachfüllpfade können neben dem Standort der Artikel weitere Faktoren wie den Produktwert oder das Verfallsdatum berücksichtigen. In diesem Fall würden sie nach Artikeln suchen, die dieser Regel entsprechen und sich im Lagerraum in der Nähe zueinander befinden. Eine Auswahlliste mit dem Ziel der Verfügbarkeit auf der Verkaufsfläche würde beispielsweise nahe beieinander liegende Artikel gruppieren, deren Bestand auf der Verkaufsfläche ausläuft. Dadurch werden diese Artikel zuerst nachgefüllt, der Nachfüllprozess wird beschleunigt und der Umsatzverlust aufgrund von fehlendem Lagerbestand reduziert.

Vorteile von KI-Auswahllisten

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

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Der britische Modehändler Reiss hat die Detego-RFID-Plattform in seinen 50 britischen Filialen implementiert.
Eine Fallstudie bei Reiss über die Einführung von RFID in Großbritannien mit der Detego-Plattform

Im modernen Einzelhandel hört man zweifellos oft, dass „der Kunde König ist”. Was genau das allerdings bedeutet, ist so subjektiv und nicht verlässlich messbar, dass sich dieser Grundsatz oft wie ein vages Konzept anfühlt. Eine aktiv schlechte Kundenerfahrung ist greifbarer (hier haben wir beschrieben, wie sich so etwas vermeiden lässt), aber was ein wirklich außergewöhnliches Erlebnis ausmacht, ist noch immer eine verschwommene Grauzone. Tatsächlich besteht die Gefahr, dass das geflügelte Wort „Kundenerlebnis” zu einem weiteren Modewort im Einzelhandel wird.

Wie sieht also eine gute Kundenerfahrung aus? Beginnen wir zunächst mit der äußerst wichtigen Unterscheidung von Shoppen und Einkaufen. Shoppen ist ein allumfassendes Erlebnis, bei dem der Kunde durch das Geschäft schlendert, Artikel ansieht und (im Falle von Bekleidung und Schuhen) anprobiert, Artikel findet und vor Ort mehr oder weniger spontan eine Kaufentscheidung trifft. Einkaufen ist dagegen (in der Theorie) ein einfacherer Vorgang, da der Kunde weiß, was er kaufen möchte, oder zumindest eine ungefähre Vorstellung hat. Dann findet und kauft er den Artikel schnell und einfach.

Es wird oft behauptet, dass E-Commerce dem stationären Einzelhandel beim Einkaufen voraus ist, aber das Shopping-Erlebnis von Brick-and-Mortar-Geschäften nicht bieten kann. Einige Einzelhändler setzten mehr auf die Abgrenzung vom Onlinehandel und investieren in neue Technologien, die das Shopping-Erlebnis verbessern sollen, um so ihre Kunden zu überraschen und zu begeistern. Wiederum andere nutzen Technologien, um den Komfortfaktor des E-Commerce zu erreichen und ihren Kunden ein optimiertes und nahtloseres Erlebnis zu bieten.

In der Realität sind jedoch beide Elemente für ein eindrucksvolles Kundenerlebnis entscheidend und Einzelhändler sollten bestrebt sein, beide Aspekte zu verbessern. Dabei gilt der Grundsatz:

 

Einkaufen soll Spaß machen, wenn dem Kunden nach Shopping zumute ist, und schnell sein, wenn der Kunde „nur” einkaufen möchte.

Shoppen mit Spaß

 

Spaß spielt im Einzelhandel hauptsächlich dann eine Rolle, wenn es beim Kunden um Shopping anstatt um das reine Einkaufen geht. Dieses Erlebnis ist offensichtlich sehr subjektiv: Viele Einzelhandelskunden werden auch das traditionelle Shopping-Erlebnis einfach als Spaß empfinden, sofern es keine problematischen Reibungspunkte gibt. Für andere Kunden ist jedoch mehr Aufwand nötig, um ihnen den „Wow-Faktor” zu bieten, wie Steve Dennis es nennt, und sie von Mitbewerbern sowie dem Komfort des Onlinehandels wegzulocken.

Einzelhändler setzen zunehmend auf Technologie, um das Engagement der Kunden im Geschäft zu fördern und ein unterhaltsameres Shopping-Erlebnis zu bieten. Einige Beispiele hierfür wären:

 

Augmented Reality

Unter Augmented Reality, kurz auch als AR bezeichnet, versteht man eine „erweiterte Realität”. Dabei werden virtuelle Bilder über Bilder der realen Welt projiziert. Zu den Anwendungsbereichen von AR im Einzelhandel zählen mobile Anwendungen und Umkleidekabinen, in denen die Kunden Produkte wie Kleidung virtuell anprobieren und sogar Kosmetikprodukte virtuell auftragen können.

 

Intelligente Umkleidekabinen

Intelligente Umkleidekabinen stellen eine erhebliche Verbesserung traditioneller Umkleidekabinen dar und lassen traditionelle Brick-and-Mortar-Geschäfte ein wenig mit dem Online-Einkaufserlebnis verschmelzen. Der Spiegel erkennt automatisch die (mit RFID gekennzeichneten) Artikel, die in die Kabine mitgenommen wurden, zeigt sie mit Produktinformationen auf dem Spiegel an und schlägt andere verfügbare Artikel vor. So wird Cross-Selling effektiv in den Laden integriert.

Smart Fitting Room

Virtuelle Assistenten und Roboter-Verkäufer

Roboter-Verkäufer in Einzelhandelsläden, die mit Kunden sprechen und sie durch den Laden geleiten, sind sicherlich eine futuristischere Auslegung von modernem Einzelhandel. Auch wenn sich die Technologie noch im Anfangsstadium befindet und noch relativ selten eingesetzt wird, ist sie dennoch ein zweifellos lustiges Konzept und versetzt Kunden mit Sicherheit in Staunen. Am anderen Ende des Spektrums gibt es virtuelle Assistenten oder Chatbots, die mit Kunden auf ihrem Smartphone kommunizieren, Fragen beantworten und Informationen zu Artikeln und deren Lagerbeständen liefern.

Schnelles Einkaufen

 

Was ist jedoch, wenn der Kunde seine Zeit nicht mit einem umfassenden Shopping-Erlebnis verbringen möchte? In diesem Fall steht beim Kunden das Einkaufen und nicht das Shopping im Vordergrund.  Manche Einzelhändler lassen dank unorganisierter Läden und langer Warteschlangen beim Kundenservice und an der Kassa sehr zu wünschen übrig. Hier, beim schnellen Einkaufen, spielt der E-Commerce seine volle Stärke aus. Daher müssen Einzelhändler in Technologien investieren, mit denen sie wettbewerbsfähig bleiben und Kunden überzeugen können, bei schnellen und bequemen Einkäufen auf ihr Geschäft zu setzen. Diese Technologien und Strategien umfassen:  

 

Fortschrittliche Points of Sale 

Lange Schlangen an der Kasse sind ein häufiges Problem im Einzelhandel und für Kunden, die ein schnelles Einkaufserlebnis wünschen, ein großer Reibungspunkt. Dank einer Reihe von fortschrittlichen PoS-Technologien kann der Bezahlvorgang schnell und reibungslos vor sich gehen. In der Lebensmittelbranche ist der Self-Checkout, bei dem man selbst die Waren scannt und bezahlt, eine beliebte Methode, um Warteschlangen zu reduzieren, nicht jedoch die Zeit an der Kasse selbst. Alternativen wie PoS mit RFID reduzieren die Zeit an der Kasse signifikant, und bei Lösungen ganz ohne Kassa wie Amazon go und Mishipay fällt dieser Schritt gänzlich weg.

 

Intelligente Bestandsführung mit RFID

Ein weiterer wichtiger Punkt, der den Einkaufsprozess in Brick-and-Mortar-Läden verlangsamt, ist, den richtigen Artikel erst einmal zu finden. Oft dauert es viel länger als nötig, einen bestimmten Artikel im Geschäft zu finden, insbesondere wenn die Mitarbeiter nicht über die nötige Zeit oder Kenntnis verfügen, um dem Kunden zu helfen. Noch schlimmer ist jedoch, wenn der Kunde nach einer langwierigen Suche nach dem Artikel feststellen muss, dass dieser überhaupt nicht vorrätig ist. In unserem vorherigen Artikel haben wir uns eingehend damit beschäftigt. RFID sorgt dafür, dass Artikel signifikant seltener nicht vorrätig sind, und verbessert die Produktverfügbarkeit im Geschäft. Durch die Echtzeitinformationen zu Lagerständen können Kunden auch die Verfügbarkeit des Artikels vorab online überprüfen, ohne einen Fuß in das Geschäft setzen zu müssen.

 

Omnichannel-Services

Es wurde bereits erwähnt, dass E-Commerce die Nase vorne hat, was das Einkaufen betrifft. Da die überwiegende Mehrheit der Einzelhändler bereits online vertreten ist und 73 % der Kunden mehrere Kanäle beim Shoppen und Einkaufen nutzen, ist es nicht verwunderlich, dass der Bedarf an Ominchannel-Services so hoch wie nie ist. Für ein schnelles Einkaufserlebnis können Kunden Click-and-Collect und Click-and-Reserve nutzen, wenn sie Artikeln nur kaufen und nicht shoppen möchten.

Ein gutes Kundenerlebnis bietet beides.

 

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass sich Einzelhändler sowohl auf das Shopping-Erlebnis als auch auf das schnelle Einkaufen konzentrieren müssen, um einen guten Ruf für ein tolles Kundenerlebnis zu etablieren. Shoppen soll Spaß machen, das Angebot im Laden soll dabei dem Online-Angebot überlegen sein und die Kunden mit einem gewissen „Wow-Faktor” überraschen und begeistern. Gleichzeitig wollen Kunden manchmal jedoch auch einfach nur einkaufen. Wenn dies in Brick-and-Mortar-Läden deutlich weniger bequem als online ist, verleitet dies Kunden, zur Konkurrenz zu gehen. Durch den effektiven Einsatz der richtigen Technologien können Einzelhändler ein unübertroffenes Kundenerlebnis bieten, das allen Anforderungen gerecht wird und dafür sorgt, dass Kunden gerne immer wieder kommen.

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Eine Fallstudie bei Reiss über die Einführung von RFID in Großbritannien mit der Detego-Plattform

Seit einigen Jahren wirbelt das Digitalzeitalter den Einzelhandel vollkommen durcheinander – besonders im Bereich Mode – und es sieht so aus, als würde sich dieser Trend noch eine ganze Weile fortsetzen. Einer der Hauptgründe dieser Veränderung ist das Internet: Nicht nur der wachsende Einfluss des E-Commerce, auch die sich ändernden Standards, die Kunden dank des fast ununterbrochenen Zugangs zum Internet voraussetzen, zeigen große Wirkung. Der neue Status quo der digitalen Welt lautet Vernetzung und Komfort, da Kunden bei Bedarf jederzeit bequem Zugriff auf Informationen und Services haben.

Doch kann der Einzelhandel mit dieser Entwicklung schritthalten? Und wie können traditionelle Brick-and-Mortar-Stores diese modernen Anforderungen noch erfüllen? Glücklicherweise bedeutet das Wachstum der Einzelhandelstechnologie, dass Läden heute mehr Hilfsmittel zur Verfügung stehen als je zuvor. Einzelhändler müssen sich mit digitalen Investitionen beschäftigen, um Reibungspunkte zu eliminieren und eine optimierte, vernetzte Shoppingerfahrung bieten zu können.

Anders ausgedrückt: Brick-and-Mortar-Stores wird es auch künftig noch geben, aber nicht mehr in ihrer aktuellen Form.

Der digitale Store

 

Kunden sind heute vernetzter denn je und haben sich an das Online-Shoppingerlebnis gewöhnt – daher ist es Zeit, dass auch Brick-and-Mortar-Stores einige Lehren aus dieser Entwicklung ziehen und sich an aktuelle Trends anpassen. Dieser Wandel ist bereits weit fortgeschritten und immer mehr Marken setzen entsprechende Projekte um. Dabei kristallisiert sich besonders Eines heraus: „digital“ bedeutet nicht mehr nur „online“.

Dank des Internet der Dinge ist es heute möglich, jeden Artikel in einem Store zu digitalisieren und beispielsweise mit RFID-Technologien zu verfolgen. So können Einzelhändler ihre wichtigsten Assets, ihre Waren, präziser einsetzen.

Sehen wir uns einmal eine ganz alltägliche Situation an:

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Paar Schuhe. Sie haben sich entschlossen, dafür in einen Laden zu gehen, weil Sie die Schuhe noch heute brauchen und sichergehen wollen, dass sie auch gut sitzen. Bevor Sie in den Laden gehen, informieren Sie sich auf dessen Webseite, ob die gewünschten Schuhe auch in Ihrer Größe auf Lager sind, aber diese Information ist leider nicht verfügbar. Nachdem Sie sie auch im Geschäft nicht finden können, fragen Sie einen Mitarbeiter, der sich für Sie im Lager umsieht. Nach einigen Minuten kehrt er mit leeren Händen zurück und entschuldigt sich vielmals bei Ihnen.

Mithilfe des Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) hätte dieses Szenario jedoch gleich an mehreren Stellen vermieden werden können. Wird jedes Produkt digitalisiert und effektiv verfolgt, wissen Mitarbeiter in Geschäften nicht nur immer genau, was sich aktuell auf Lager befindet, sondern Einzelhändler können diese Daten auch an ihre Kunden weitergeben und ihnen weitere Optionen wie „Click and Reserve“ und vieles mehr bieten.

Stores als digitale Dreh- und Angelpunkte

 

Auf der Grundlage dieser Technologien, die über verschiedene Netzwerke eine klare Übersicht über das Store-Inventar geben, ist es nur natürlich, im nächsten Schritt digitale Stores mit dem übrigen digitalen Netzwerk zu verknüpfen – darunter mit anderen Niederlassungen und dem E-Commerce-Online-Store. Schließlich ist der Online-Handel schon von Natur aus digitalisiert und die Digitalisierung von Lagerbeständen über alle Netzwerke hinweg ermöglicht es Einzelhändlern, Produkte sehr viel besser für die Erfüllung der Bedürfnisse ihrer Kunden einzusetzen.

Der Begriff „Omnichannel“ hat sich in den letzten Jahren zu einer Art Trendwort entwickelt. Doch der Fokus auf Vernetzung und Komfort für Kunden sowie praktische Funktionen wie „Click and Collect“ und „Ship from Store“ sind für die optimale Nutzung physischer Standorte unerlässlich. Und durch Unterstützung geeigneter Technologien wie RFID können Einzelhändler umfassende Omnichannel-Services anbieten, weil sie in Echtzeit wissen, was sich auf Lager befindet, und Produkte über die gesamte Supply Chain hinweg verfolgen können.

Solche Funktionen gehen über das bloße Gleichziehen mit dem E-Commerce hinaus: Der E-Commerce beschäftigt sich alleine mit dem Online-Handel, was Einzelhändler nicht tun können – dafür sind sie jedoch in der Lage, ihren Kunden mehr Optionen und ein flexibles Shoppingerlebnis zu bieten.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

RFID ist nicht mehr nur für große Marken – 4 Gründe, warum es für kleine und mittlere Retailer nie einen besseren Zeitpunkt gab, um die Vorteile der RFID-Technologie zu nutzen
Der britische Modehändler Reiss hat die Detego-RFID-Plattform in seinen 50 britischen Filialen implementiert.
Eine Fallstudie bei Reiss über die Einführung von RFID in Großbritannien mit der Detego-Plattform
Der Einzelhandel war in den letzten Jahren einem enormen Wandel unterworfen – ein Trend, der sich weiterhin fortsetzen dürfte, nachdem der Einzelhandel im digitalen Zeitalter Fuß gefasst hat. Diese signifikante Veränderung der Landschaft in Verbindung mit dem Zusammenbruch zahlreicher bekannter Marken hat naturgemäß Panik in der Branche ausgelöst und die Angst vor einer drohenden „Retail-Apokalypse“ geschürt. Ist die Katastrophe eingetreten und sind Brick and Mortar Stores im Zeitalter des Online-Shopping vom Aussterben bedroht? Die kurze Antwort lautet: Nein. Die Einzelhandelsumsätze steigen generell. Auch wenn die Online-Umsätze sicherlich schneller wachsen als die der Stores, machen die Brick and Mortar Stores im britischen Markt rund 84 % des Gesamtumsatzes aus. Dieser Trend ist weltweit zu beobachten.
Online Vs Store Sales figures

Mit Hilfe neuer Technologien, insbesondere der AI, können Brick and Mortar Stores vom E-Commerce lernen und neue Innovationen in die Stores bringen. Eine Studie von Capgemini hat ergeben, dass rund 68 % der reinen Online-Händler artificial Intelligence in irgendeiner Weise implementiert haben. Unter den Brick and Mortar Stores waren es nur 10 %. Der Einsatz neuer Technologien kann oft der Schlüssel zum Wachstum sein. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Online-Handel so schnell wächst. Dies beginnt sich jedoch zu ändern, da die Stores lernen, sich anzupassen.

 

AI-unterstütztes Cross-Selling im Store

 

Die Möglichkeit des Cross-Sellings über AI ist eine große Stärke des Online-Handels. Online-Shops nutzen maschinelles Lernen, um intelligente und maßgeschneiderte Produktempfehlungen an die Kunden während des Einkaufs abzugeben. Dies erhöht natürlich den Umsatz, aber dies geschieht in Bezug auf die Qualität der Produktempfehlungen, daher die Verwendung von AI zur Perfektionierung des Prozesses und erfolgreicheren Empfehlungen. Traditionell konnten Brick and Mortar Stores ein solches Cross-Selling noch nie nutzen und mussten sich zur Umsatzsteigerung auf den persönlichen Customer Service verlassen. Aber dank der Weiterentwicklung der Technologie können sie nun beides nutzen.

Der Hauptgrund dafür ist das Aufkommen von Chatbots als mobile Plattform für In-Store-Produktempfehlungen. Auch wenn die Chatbots selbst aus dem Internet stammen, setzen bestimmte Einzelhändler sie inzwischen zur Unterstützung der Kunden in ihren Stores ein. Ihre wichtigste Funktion besteht oft darin, Kunden zu unterstützen, wenn alle Mitarbeiter in den Stores beschäftigt sind. Chatbots können Kunden helfen, mit Hilfe ihres Smartphones Artikel zu finden, mehr Informationen über Produkte zu erhalten und die Verfügbarkeit von Beständen zu überprüfen. Intelligente AI-basierte Chatbots sind dann in der Lage, Produkte zu empfehlen, die den Produkten ähneln, nach denen die Kunden gesucht haben, was nicht nur den Umsatz erhöht, sondern auch das Kundenerlebnis verbessert.

Die Modebranche hat dieses Konzept mit dem Einsatz von Smart-Mirrors noch weiter vorangetrieben. Smart-Mirrors verwenden fortschrittliche Tagging-Technologie (RFID), um die Gegenstände zu erfassen, die ein Kunde in eine Umkleidekabine bringt. Anschließend werden die Artikel auf dem Spiegel angezeigt. Wie ein Chatbot unterstützt er die Kunden, indem er Informationen über andere verfügbare Größen und Farben bereitstellt und Produkte empfiehlt, die oft mit denen gekauft werden, die anprobiert werden. Die meisten Smart-Mirrors verfügen außerdem über eine Funktion, die das Verkaufspersonal ruft, um den Kunden zu unterstützen, indem sie entweder persönliche Beratung leisten oder die empfohlenen Artikel, die der Kunde ausgewählt hat, in die Umkleidekabine bringen. Smart Fitting Rooms sind der Inbegriff für die Zusammenführung des Digitalen mit den Brick and Mortar Stores.

 

AI-gestützte in-store Business Intelligence

 

Artificial Intelligence kann auch dazu beitragen, die traditionellen Prozesse in Brick and Mortar Stores zu revolutionieren. Eines der besten Beispiele hierfür ist die Verwendung von AI-gestützten Planogrammen. Ein Planogramm ist im Wesentlichen ein Plan, wie Artikel auf einer Verkaufsfläche ausgestellt werden sollen, um die Kundenkäufe zu maximieren. In bestimmten Bereichen wie der Mode müssen die Planogramme noch detaillierter sein und die optimalen Display-Mengen in jeder Größe und Farbe enthalten.

Artificial Intelligence kann das Planogramm revolutionieren, indem sie maschinelles Lernen einsetzt, um nicht nur die Platzierung der Ware, sondern auch die effizienteste Menge von verschiedenen Artikeln für die Präsentation auf der Verkaufsfläche ständig zu optimieren. Die Vorteile dieser Vorgehensweise unter Verwendung der AI sind enorm. Der Prozess wird nicht nur weitgehend automatisiert, was dem Personal Zeit spart, sondern es erfolgen auch ständige Anpassungen und Verbesserungen, sodass das Planogramm auf der Ebene der einzelnen Stores individualisiert und optimiert werden kann.

 

Die Zukunft des Einzelhandels, online und in-store

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Auswirkungen der digitalen Technologie auf den Einzelhandel, insbesondere auf die Brick and Mortar Stores, erheblich waren, aber nicht so verheerend, wie von vielen befürchtet. Das Aufkommen des E-Commerce hat sich von einer Bedrohung zu einer Bereicherung für einige stationäre Stores entwickelt. Der Omnichannel-Einzelhandel (wir konnten nicht näher auf diesen Aspekt eingehen, aber hier finden Sie Details) hat nicht nur die verschiedenen Methoden des Einkaufens miteinander verbunden, sondern auch die Brick and Mortar Stores haben nun begonnen, bestimmte Technologien aus dem Internet zu integrieren.

Die AI-Technologie, die ursprünglich nur Online-Händlern zur Verfügung stand, findet nun ihren Weg in die Brick and Mortar Stores und verbessert sowohl die Store-Prozesse als auch das Kundenerlebnis. Wir haben damit nur an der Oberfläche der AI-Nutzung im Einzelhandel gekratzt. Wenn sich mehr Einzelhändler für die Einführung der Technologie entscheiden, werden noch mehr Vorteile sichtbar werden.  In Wirklichkeit sind die Brick and Mortar Stores also noch lange nicht ausgestorben. Sie entwickeln sich in Wirklichkeit weiter und werden dies auch weiterhin tun.

 

(Originally published on AI Business.com)

Smart Fitting Room

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Der britische Modehändler Reiss hat die Detego-RFID-Plattform in seinen 50 britischen Filialen implementiert.
Warum die Nutzung von RFID-Daten mit KI für den Einzelhandel das nächste große Ding sein könnte

Moment, ich schau mal eben nach…

Während der Shopping-Begleitung mit einem Espresso die Wartezeit versüßt wird, lässt man die einkaufsfreudige Kundin oft stehen. Auf der Suche nach dem Wunschartikel muss die Verkäuferin ins Lager, zum Telefon oder den Filialleiter befragen. Ist der Artikel nicht auffindbar, dann ist das Verkaufsgespräch auch meist am Ende: „Tut mir leid, haben wir nicht mehr da.“

Die Chance, dass der gewünschte Rock in Größe 36 noch in einem anderen Store vorrätig sein könnte, muss die Kundin häufig alleine herausfinden. Natürlich kann sie ihr Glück auch im Web probieren, evt. ist er noch im Online-Shop vorrätig.

Schade. Kundenorientierung endet doch nicht an der Espresso-Bar.

Die fehlende Artikeltransparenz ist ein Riesenproblem in der Modebranche und fast alle Händler leiden mit Umsatzeinbußen darunter:

  • Ist der Artikel nicht auf der Fläche, kann er nicht verkauft werden
  • Hat niemand Kenntnis, dass der Artikel im Back-Store oder im Schaufenster oder in der Umkleide ist, kann er nicht verkauft werden
  • Kann die Verkäuferin der Kundin nicht sofort Auskunft geben wird diese enttäuscht
  • Ist das Store-Personal nicht über die Nachschublieferung artikelgenau informiert, kann der Artikel nicht reserviert werden
  • Ist der Click&Reserve Bestand nicht mit dem Store-Bestand synchronisiert, kann der reservierte Artikel nicht verkauft werden
  • Taucht der Artikel bei der Inventur „überraschend“ in einem nicht geöffneten Karton auf, ist es zu spät
  • Hat man keine Transparenz auf die Bestände in den einzelnen Kanälen, dann kann man auch nicht flexibel umverteilen

Ware dorthin bringen, wo sie verlangt wird

 

Das ist der Traum eines jeden Händlers: die Waren, die er anbietet, genau zu den Kunden bringen, die sie kaufen möchten. Bei 5.000 Artikeln pro 700 Stores mit verschiedenen Größen kann der erfahrenste Händler nicht mehr sein Bauchgefühl entscheiden lassen:

  • Größen sollten nicht in alle Stores pauschal verteilt werden
  • Sicherheitsbestände sollten nicht Lagerraum blockieren
  • Überbestände, die später abgeschrieben werden, sollten erst gar nicht entstehen

Die intelligente Warenverteilung

 

Nachher ist man immer schlauer. Am Ende eines Geschäftsjahres oder einer Kollektion weiß man, welche Ware, in welcher Filiale gut lief und wo nicht so gut. Aber dann ist es zu spät. Ware ist mit hohen Discounts im Factory Outlet gelandet, die Abschreibungsquote bleibt hoch, der Umsatz stagniert …

Eigentlich will man doch sofort wissen, welche Artikel, wo gut laufen, was aktuell nachgeliefert werden muss, in welchen Filialen, welche Altersstruktur der Artikel auf Einzelteilebene herrscht. Schlau wäre es, schon bei der Warenverteilung auf die Stores verlässliche Analysen zu haben, die genau diese Entscheidung bekräftigen.

Steuern Sie Ihr Filialnetz aktiv über Echtzeitdaten:

  • Echtzeit Bestandskontrolle und effizienter Nachschub
  • Schnellere Nachbestellungen
  • Reduzierung von Sicherheitsbeständen
  • Weniger Ware in den Kanälen, kombiniert mit höherer Bestandsgenauigkeit
  • Kleinere Losgrößen, genauere Kontrolle über den Warenfluss
  • Abverkauf der Kollektionsware zu geplanter Marge und nicht über Outlet Sales
  • Schnelle Handlungsempfehlungen zur Filialoptimierung
  • Echtzeit-Dashboards für valide Entscheidungen
  • Schnelle Umlagerung von Aktionsware zwischen den Filialen

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

RFID ist nicht mehr nur für große Marken – 4 Gründe, warum es für kleine und mittlere Retailer nie einen besseren Zeitpunkt gab, um die Vorteile der RFID-Technologie zu nutzen
Der britische Modehändler Reiss hat die Detego-RFID-Plattform in seinen 50 britischen Filialen implementiert.
Eine Fallstudie bei Reiss über die Einführung von RFID in Großbritannien mit der Detego-Plattform

Detego, Softwarespezialist für den Einzelhandel, hat eine bahnbrechende Methodik für In-Store-Produktempfehlungen vorgestellt, die klassischen Stores Cross-Selling-Potenziale nach Art des E-Commerce erschließt. Die neue Recommendation Engine des Unternehmens nutzt künstliche Intelligenz (KI), um anhand spezifischer Filialdaten und POS-Informationen individuelle Produktempfehlungen abzugeben – ohne Bedarf an Kundenprofilen.

Cross-Selling durch Empfehlung verwandter Produkte ist seit jeher der große Trumpf des E-Commerce. Bei Amazon, so eine aktuelle Studie, werden damit 35 % des Umsatzes erzielt (Quelle). Könnte der stationäre Handel schon bald gleichziehen? Genau dies verheißen innovative Lösungen auf RFID-Basis, wie intelligente Umkleidekabinen und Chatbots per Smartphone, die seit einigen Jahren bereitstehen. Doch noch liegt eine Hürde zwischen Brick & Mortar-Stores und effektivem Cross-Selling: Während verbraucherspezifische und aggregierte Daten, Basis aller guten Empfehlungen, dem E-Commerce in rauen Mengen vorliegen, bleibt es für konventionelle Stores bei Momentaufnahmen – es hapert bei der Quantität und Qualität der Daten.

Ein Fall für Detego! Datenspezialisten des Unternehmens, fokussiert auf RFID-gestützte Einzelhandelssoftware, präsentierten auf der ACM UMAP 2019 (9.–12. Juni, Zypern) ein innovatives Datenverarbeitungskonzept für In-Store-Empfehlungssysteme. „Beggars Can’t Be Choosers: Augmenting Sparse Data for Embedding-Based Product Recommendations in Retail Stores[1], so der Titel des Vortrags. Herzstück ist ein alternativer Algorithmus, der gängige Kombinationen aus Warenkörben mit grundlegenden POS-Informationen zusammenführt. Das Resultat sind um 6,9 % treffendere Empfehlungen, so das Unternehmen, die ohne Verwaltung filialspezifischer Modelle ganz auf den jeweiligen Store zugeschnitten sind. In Kombination mit interaktiven Empfehlungstools entstehen nahtlos integrierte, die Verbraucher mitreißende In-Store-Erlebnisse, die den Umsatz der Brick & Mortar-Stores kräftig ankurbeln dürften. Ein weiterer großer Schritt zur Verschmelzung der Shoppingkanäle!

Dazu Mathias Wölbitsch, Data Scientist, Detego: „Die Wendung ‚Andere Kunden kauften auch …‘ ist nicht mehr dem E-Commerce vorbehalten. Innovative RFID-basierte Technologien, wie unser Smart Fitting Room für Umkleidekabinen, lassen auch den stationären Handel mit personalisierten Empfehlungen punkten. Hinzu kommt nun die neue Recommendation Engine, deren KI-Algorithmus ganz auf die Besonderheiten im Bereich Fashion Retail zugeschnitten ist – etwa variable und schnell wechselnde Sortimente.“ 

Detegos jüngste Innovation, gepaart mit weiteren Anwendungen des Unternehmens wie Smart Fitting Room und Echtzeit-Bestandsmanagement, die zusehends an Präsenz gewinnen, hilft dem Einzelhandel, die Weichen für die Zukunft zu stellen.

[1] (Wenn die Not zur Tugend wird: Erweiterung knapper Daten für eingebettete Produktempfehlungen in Retail Stores)

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

RFID ist nicht mehr nur für große Marken – 4 Gründe, warum es für kleine und mittlere Retailer nie einen besseren Zeitpunkt gab, um die Vorteile der RFID-Technologie zu nutzen
Der britische Modehändler Reiss hat die Detego-RFID-Plattform in seinen 50 britischen Filialen implementiert.
Warum die Nutzung von RFID-Daten mit KI für den Einzelhandel das nächste große Ding sein könnte

Dieses Webinar behandelt intelligente Planogramme und wie diese eine individuelle Größenverteilung für Modegeschäfte ermöglichen und sicherstellen, dass alle Produkte in den entsprechenden Größen auf der Verkaufsfläche verfügbar sind.

Darüber hinaus gibt das Webinar Einblicke, wie sich das selbstlernende System kontinuierlich an sich laufend ändernde Bedingungen anpasst und den Plan kontinuierlich optimiert – mit direkter positiver Auswirkung auf den Filialumsatz.

Eine detaillierte Analyse des Retail-Technologie-Spezialisten Detego hat bestätigt, dass die Bestandsgenauigkeit von Mode-Einzelhändlern durchschnittlich bei nur etwa fünfundsiebzig Prozent liegt. Das Problem wird dadurch verschärft, dass für effiziente Omnichannel-Services exakte Bestandsdaten erforderlich sind und Einzelhändler den Anforderungen der Konsumenten nach aktuellen und zuverlässigen Informationen zur Artikelverfügbarkeit nachkommen müssen. Die häufigsten Anfragen von Konsumenten über Detega, den von Detego entwickelten Chatbot, der es den Verbrauchern ermöglicht über ihr Smartphone mit Einzelhändlern in Kontakt zu treten, betreffen die aktuelle Verfügbarkeit von Artikeln.

„Kunden wollen sofortige und genaue Informationen zur Artikelverfügbarkeit und das über alle Kanäle“, sagt Dr. Michael Goller, CTO von Detego. “Sie möchten sicher sein, dass der von ihnen gewünschte Artikel in der richtigen Größe und Farbe verfügbar ist. Aber viele Modehändler bleiben hier hinter den Erwartungen der Konsumenten zurück, da ihre Systeme dazu keine verlässlich Auskunft geben können.“

Laut Dr. Goller ist es nicht empfehlenswert, sich als Modehändler bei etwas so Wichtigem wie der Bestandsgenauigkeit auf manuelle Prozesse zu verlassen, die in der Regel das Schließen von Filialen für die Inventur bedeuten. Insbesondere, da RFID-basierte In-Store Systeme eine automatisierte Inventur im laufenden Betrieb, optimierte Nachfüllprozesse und nahezu hundertprozentige Bestandsgenauigkeit ermöglichen und somit umsatzrelevant sind.

Eine Studie der Universität Parma, Italien hat einen stetigen Umsatzanstieg in RFID-basierten Filialen gezeigt, und bestätigt, dass „RFID-Etikettierung auf Einzelteilebene ein leistungsfähiges Instrument zur Verbesserung der Bestandsgenauigkeit, sowohl als Voraussetzung für Omnichannel-Services als auch Nachfüllprozesse, ist.”1

Die stetig steigende Erwartungshaltung der Konsumenten sowie die Verfügbarkeit von relevanten Technologien führen zu einem Umdenken in der Modehandelsbranche. IDC Retail Insights prognostiziert, dass achtzig Prozent der Einzelhändler in den nächsten Jahren in RFID- und IoT-basierte Plattformen2 investieren werden.

 

 

1 http://bit.ly/2s2e2Gf
2 http://www.idc.com/getdoc.jsp?containerId=prUS43775418

Ein außergewöhnlicher Projekt-Sprint durch 500 adidas-Stores in Russland in nur vier Monaten ist erfolgreich geschafft. Die Zielvorgabe? Store-KPIs wie Bestandsgenauigkeit, Warenverfügbarkeit und Kundenservice auf höchstes Niveau anzuheben. Die Basis dafür: Eine extrem schnelle, fehlerfreie Erfassung von 45 Mio. Artikeln in Echtzeit pro Jahr, effizientere, intuitiv geführte In-Store-Prozesse und entscheidungsrelevante Analysen; inklusive einer End-to-End Integration in nur vier Monaten. Das interdisziplinäre Projektteam bestand aus Business-, IT-, Logistik- und Handelsexperten, kam aus fünf Ländern und arbeitete über zehn Zeitzonen zusammen.

Das unglaubliche Ergebnis: 99% Bestandsgenauigkeit und die beste Warenverfügbarkeit auf der Fläche, die adidas sich für seine Stores gewünscht hat. Der Gewinner? Ganz klar, der adidas Endkunde.

Die Zukunft bleibt sportlich!

Die Arbeit zwischen adidas und Detego geht in die nächste Runde: In Russland sind 500 Stores live, 90 weitere sind geplant und die Teams arbeiten daran, die Lösung auf andere Märkte zu übertragen, um den Erfolg zu replizieren.